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Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Stuttgart 2018: Der Ausbau schreitet voran

18.03.2019 Kinder/Jugend
Mit dem Bericht 2018 zur Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Stuttgart legt die Verwaltung eine umfassende Analyse der Versorgungssituation in der Landeshauptstadt vor. Die in jährlichem Rhythmus erscheinende Gemeinderatsvorlage des Jugendamts wurde am Montag, 18. März, im Jugendhilfeausschuss vorgestellt (GRDrs 130/2019).

Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2018 rund 400 Plätze mehr für Kinder unter drei Jahren und rund 2.870 Plätze mehr als noch 2012. Dies verdeutlicht das hohe Tempo, das in den vergangenen Jahren beim Ausbau der Kindertagesbetreuung an den Tag gelegt wurde. Der Versorgungsgrad im Kleinkindbereich (0- bis 3-Jährige) lag zum Stand 1. März 2018 bei insgesamt 45 Prozent, bei den Ganztagesangeboten bei 38 Prozent. Seit einigen Jahren steigen die Kinderzahlen in Stuttgart durch hohe Geburtenraten und Zuzug. Deshalb nähert sich der Versorgungsgrad trotz eines deutlichen Platzzuwachses nur allmählich an den Bedarf an.

Hohe Qualität der Stuttgarter Kitaangebote

"Der bisherige Ausbauerfolg ist den gemeinsamen Anstrengungen der freien Träger und des städtischen Trägers zu verdanken. Deren Engagement steht für die hohe Qualität der Stuttgarter Kitaangebote", so Bildungsbürgermeisterin Isabel Fezer.

Aktuell sind bereits Ausbaumaßnahmen für 1.700 Kleinkindplätze beschlossen, die sich bereits in der Umsetzung befinden. Dieser Prozess wird voraussichtlich vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Darüber hinaus ergab der zentrale Wartelistenabgleich im Herbst 2018 eine notwendige Versorgung in Höhe von rund 62 Prozent der Kleinkinder. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen zusätzliche 1.400 Plätze beschlossen und ausgebaut werden.

"Bewältigung des Fachkräftemangels hat oberste Priorität."

Der Versorgungsgrad bei den 3- bis 6-Jährigen zeigt mit aktuell 107 Prozent ein positives Bild. Ganztagesplätze können für 70 Prozent der Kinder angeboten werden. Doch auch in diesem Altersbereich kommt es vereinzelt vor, dass Eltern keinen Betreuungsplatz in der Nähe des Wohnortes für ihr Kind finden. Dies ist insbesondere darin begründet, dass Plätze aufgrund fehlenden Personals akut nicht zur Verfügung gestellt werden können.

"Oberste Priorität hat daher die Bewältigung des Fachkräftemangels. Dies wird neben der Verfügbarkeit von Räumen in den kommenden Jahren die größte Herausforderung für den weiteren Kita-Ausbau in Stuttgart sein", erklärt Dr. Susanne Heynen, Leiterin des Jugendamts Stuttgart.