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Stuttgart als „Smart City Stadt“ anerkannt

02.04.2019 Aktuelles
Die Landeshauptstadt Stuttgart will die Digitalisierung nutzen, um ihre Dienstleistungen noch bürgerfreundlicher zu machen. Dafür hat sie jetzt Anerkennung erworben: Als eine der ersten "Smart City"-Städte Deutschlands. Der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche bitkom führt Stuttgart in seinem bundesweiten Atlas auf. Dieser "Smart-City-Atlas" ist erstmals erschienen, er listet 50 Städte auf und schildert deren strategische und organisatorische Herangehensweise. Acht Städte kommen aus Baden-Württemberg - zusammen mit Nordrhein-Westfalen (15 Städte) liegt Baden-Württemberg beim Thema Smart City vorne.

Erster Bürgermeistermeister Dr. Fabian Mayer erklärte am Dienstag, 2 April: "Die Digitalisierung ist vergleichbar mit der Industrialisierung. Sie ändert vieles in unserem Zusammenleben grundlegend. Daher haben wir eine Strategie erarbeitet, wie wir mit dieser Transformation umgehen. Schön, dass sie nun bundesweite Anerkennung findet."

Hinter "Digital MoveS - Stuttgart.Gestaltet.Zukunft" steckt der Gedanke, dass die Stadt mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Bürgerschaft und den Unternehmen den Prozess der Digitalisierung gestaltet. Die Strategie ist in ihrer ersten Version jüngst fertig geworden. Dr. Mayer weiter: "Wir setzen auf die Erfolgsfaktoren Mensch, Prozess und IT. Diese wollen wir in Balance bringen. Wenn sie zusammenspielen, können wir den Digitalisierungsprozess erfolgreich gestalten."

Die Digitalisierungsstrategie der Stadt Stuttgart konzentriert sich aktuell auf die Themen Verwaltung, IT-Infrastruktur, Datenplattform, Energie & Umwelt sowie Bildung. "Die Verwaltung soll so empfunden werden, wie die Menschen es im Lebensalltag von Angeboten privater Firmen kennen, ob bei der Bestellung eines Buches oder der Buchung einer Reise - einfach im Internet von zu Hause oder vom Mobiltelefon aus, unabhängig von Verkehrslage und Öffnungszeiten. Daher bauen wir kontinuierlich unsere Online-Services aus." Dr. Mayer setzt auf effiziente, medienbruchfreie und digitalen Prozesse, sprich: Eine Anfrage soll schnell mit Hilfe eines Mediums, etwa Smartphone oder Laptop, übermittelt werden können. "Eine moderne IT ist dabei die Basis, denn sie schafft die Voraussetzungen für eine moderne, digitale und medienbruchfreie Leistungserstellung für die Bürger und die Unternehmen in Stuttgart", so Mayer.

Gesellschaftliche Teilhabe bietet die Stadt beispielsweise über die Bürgerbeteiligungsplattform an. Über das Portal "Stuttgart-meine-Stadt" oder den "Bürgerhaushalt" können sich Bürger über aktuelle Projekte und Entwicklungen informieren und aktiv mitwirken. Aber auch beim Thema Luftreinhaltung und Mobilität ist der Einsatz innovativer und digitaler Maßnahmen geplant, um den Informationsfluss und die Verarbeitung entsprechender Daten effektiver gestalten und schneller nutzbar machen zu können. "Aber auch dem Grundsatz der Nachhaltigkeit fühlen wir uns verpflichtet, so dass mit Hilfe der Digitalisierung eine verbesserte Ressourceneffizienz erreicht wird, beispielsweise durch die elektronische Aktenführung und Bearbeitung am Bildschirm, wodurch der Papierverbrauch erheblich gesenkt wird", so Dr. Mayer abschließend.

Der Begriff Smart City steht für die Vision digital vernetzter Städte und Regionen, welche sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Ziele verfolgt. So etwa eine verbesserte Ressourceneffizienz, eine erhöhte Lebensqualität, die Förderung der lokalen Wirtschaft, die Schaffung von Innovationsräumen, mehr gesellschaftliche Teilhabe sowie eine erhöhte Zugänglichkeit und Effizienz öffentlicher Dienstleistungen. Handlungsfelder sind insbesondere die Bereiche Verwaltung, Mobilität, Energie & Umwelt, Gesundheit, Bildung, Handel, Gesellschaft, Sicherheit, IT-Infrastruktur und Datenplattform.

Der vollständige "Smart-City-Atlas" mit Steckbriefen der einzelnen Smart Cities steht unter folgendem Link zum Download:
www.digitalestadt.org/de/smart-city-atlas