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Bilanz Verkehrsüberwachung 2018: Leichter Rückgang bei Geschwindigkeitsverstößen - erneut weniger Fahrverbote

11.04.2019 Verkehr/Mobilität
Im vergangenen Jahr mussten rund 950 Autofahrer ihren Führerschein abgeben, weil sie schneller als erlaubt unterwegs waren. 2017 waren es noch knapp 1.100. Insgesamt liegt die Anzahl der von der Verkehrsüberwachung Stuttgart registrierten Geschwindigkeitsverstöße mit 411.792 unter den Zahlen von 2017 (420.367). Das hat die Landeshauptstadt Stuttgart am Donnerstag, 11. April, mitgeteilt. Die städtische Auswertung unterscheidet zwischen stationären und mobilen Kontrollen.
Stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen
Stationär wurden 314.486 (2017: 321.365) Geschwindigkeitsübertretungen erfasst. Die Anzahl der Verstöße bei den am 23. Mai 2016 in Betrieb genommenen Anlagen auf der Theodor-Heuss-Straße und Friedrichstraße hat sich im Vergleich zu 2017 spürbar reduziert: Im letzten Jahr wurden dort noch 71.580 (2017: 96.604) Verstöße registriert, auch die Anzahl der Fahrverbote infolge von Geschwindigkeitsübertretungen ist auf 220 (2017: 390) zurückgegangen. Insofern wurde durch den Betrieb der Anlagen die Verkehrssicherheit auf der "Partymeile" nochmals verbessert, wobei durchschnittlich 196 Geschwindigkeitsverstöße pro Tag (2017: 265 Verstöße) immer noch zu viel sind.

Im Jahr 2018 hat sich die Anzahl massiver Geschwindigkeitsverstöße (729), die zu Fahrverboten im Bereich von stationären Anlagen führten im Vergleich zum Vorjahr (893) ebenfalls spürbar verringert. Der größte Anteil (220) dieser Verstöße ist jedoch immer noch den Anlagen auf der Theodor-Heuss-/ Friedrichstraße geschuldet.

Zieht man die auf der Theodor-Heuss-Straße und Friedrichstraße registrierten Verstöße von der Gesamtsumme ab, bewegen sich die Verstoßzahlen (242.906 Verstöße) an den anderen stationären Anlagen über dem Vorjahresniveau (224.761 Verstöße). Die Differenz ist darauf zurückzuführen, dass beide Anlagen am Schattenring fast das ganze Jahr über mit einem Messeinsatz bestückt waren. Der Rückgang der Verstöße in der Cannstatter Straße ist auf den Baustellenbetrieb für den X1-Bus zurückzuführen.

Insgesamt entfallen etwa 91 Prozent der Verstöße an stationären Geschwindigkeits-überwachungsanlagen auf den Verwarnungsgeldbereich (maximal 20 km/h zu schnell). Circa neun Prozent der Verstöße lagen oberhalb von 20 km/h und damit im Bußgeldbereich. Diese Zahlen weichen vom Vorjahresniveau nur um ein Prozent (2017: acht Prozent im Bußgeldbereich) ab. Der Spitzenreiter war mit 146 km/h auf der B10/27 im Bereich der Anlagen in Stuttgart-Zuffenhausen unterwegs, erlaubt sind hier 80 km/h.


Mobile Geschwindigkeitskontrollen
Bei der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung wurden 2018 bei fast identischer Anzahl von Messungen etwas weniger Verstöße (2018: 97.306) als im Vorjahr (2017:99.272) erfasst. Der überwiegende Anteil der Verstöße (97 Prozent) wurde im Verwarnungsgeldbereich registriert. 2.646 Autofahrer, das sind knapp drei Prozent waren mindestens 21 km/h schneller als zulässig und haben einen Bußgeldbescheid erhalten. Die Anzahl der verhängten Fahrverbote beträgt 221. Im Jahr 2017 waren es 232.

In Tempo 30-Zonen und verkehrsberuhigten Bereichen verringerte sich die Anzahl der erfassten Verstöße von 46.377 (2017) auf 39.144 (2018), die Anzahl der Fahrverbote hat sich in diesen Bereichen von 69 (2017) auf 55 (2018) ebenfalls verringert. Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, dass auch in diesem Jahr verstärkt auf die zunehmenden Beschwerden aus der Bevölkerung eingegangen wurde, welche sich im Nachgang nicht in allen Fällen als begründet erwiesen haben.

Auf dem Vorbehaltsstraßennetz ist 2018 (58.162 Verstöße) gegenüber dem Vorjahr (2017: 52.895) eine Zunahme der Geschwindigkeitsverstöße um knapp zehn Prozent festzustellen. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass in Baustellenbereichen aufgrund massiver Beschwerden intensiver überwacht wurde. Auch im Fahrverbotsbereich konnte ein leichter Anstieg von 163 (2017) auf 166 Fahrverbote (2018) festgestellt werden.