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Drei Wahlen - drei Zahlen der Wahlberechtigten

30.04.2019 Wahlen
Am Sonntag, 26. Mai, sind insgesamt mehr als 450 000 Stuttgarterinnen und Stuttgarter aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Aufgrund unterschiedlicher wahlrechtlicher Voraussetzungen sind rund 450 000 Personen für die Gemeinderatswahl, 383 000 für die Regionalwahl und 380 000 für die Europawahl wahlberechtigt.

Zum Beispiel dürfen deutsche Staatsbürger zwischen 16 und 18 Jahren nur an der Gemeinderats- und der Regionalwahl teilnehmen, nicht aber an der Europawahl.

4000 in Stuttgart lebende EU-Bürger können sowohl an der Europa- als auch der Gemeinderatswahl teilnehmen, weil sie einen Antrag gestellt haben, dass sie ihr Wahlrecht für das Europäische Parlament nicht in ihrem Heimatland, sondern in Stuttgart ausüben wollen.

65 000 hier lebende EU-Bürger hingegen haben einen solchen Antrag nicht gestellt - sie können deshalb in Stuttgart nur an der Gemeinderatswahl teilnehmen.

Neuer Rekord bei der Gemeinderatswahl

Bei der Gemeinderatswahl 2014 waren in Stuttgart 441 798 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt - so viele wie nie zuvor. Dieser Rekord wird bei der Wahl am 26. Mai 2019 nochmals übertroffen werden: Voraussichtlich über 450 000 Stuttgarter werden zum aktuellen Urnengang aufgerufen, so der Leiter der Abteilung Bevölkerung und Wahlen im Statistischen Amt der Stadt Stuttgart, Michael Haußmann.

Knapp 34 Prozent der Wahlberechtigten haben einen Migrationshintergrund. Dieser Wert teilt sich auf in 18 Prozent mit deutschen Pass und 16 Prozent ohne deutschen Pass. Von den wahlberechtigten Unionsbürgern stellen die Kroaten (rund 14 500 Personen), Italiener (rund 13 500) und Griechen (rund 13 000) die größten Staatsangehörigkeitsgruppen. Die häufigsten Bezugsländer der Wahlberechtigten mit deutschem Pass und Migrationshintergrund sind die Türkei (rund 9000 Personen), Polen (rund 8000) und Rumänien (rund 6000).

Zum ersten Mal an einer Stuttgarter Gemeinderatswahl können rund 125 000 Personen teilnehmen. Diese Zahl setzt sich zusammen aus knapp 25 000 Personen, die zwischen 2014 und 2019 das 16. Lebensjahr erreicht haben, und knapp 100 000 Personen, die erst nach der letzten Gemeinderatswahl zugezogen sind.