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Klimaschutz: Bürgermeister appellieren an EU

08.05.2019 Umwelt
Stuttgart macht sich für den Klimaschutz stark: Die Landeshauptstadt ist Teil einer Initiative von insgesamt 210 europäischen Städten, die vom Europäischen Rat mehr Anstrengungen beim Klimaschutz verlangen. Am Dienstag, 7. Mai, hat die Initiative einen Brief mit konkreten Forderungen an die Staats- und Regierungschefs veröffentlicht.
Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, hat den Brief im Namen der Stadt Stuttgart unterzeichnet. Er betonte: "Stuttgart unternimmt als Kommune viel für den Klimaschutz und hat auch schon viel erreicht. Mit der Umsetzung des Konzepts 'Urbanisierung der Energiewende' ist Stuttgart auf einem guten Weg. Für einen globalen Effekt brauchen wir aber die Unterstützung aus Berlin und Brüssel. Wir können dem Klimawandel nur gemeinsam begegnen", so der Bürgermeister.

Die Unterzeichner fordern die Entwicklung einer europäischen Langzeit-Klimastrategie, die die Emissionen in der EU bis 2030 halbiert. Bis 2050 soll die EU klimaneutral sein. Im nächsten EU-Haushalt sollen die Subventionen für fossile Brennstoffe gestrichen und stattdessen Klimaschutzmaßnahmen massiv gefördert werden. Außerdem sollen alle Mitgliedsstaaten zu verbindlichen Zielen bei der Reduzierung von Emissionen verpflichtet werden.

Insgesamt haben 210 Städte in 21 EU-Mitgliedstaaten und 7 Nachbarländern den offenen Brief unterzeichnet. Er wurde vor der Konferenz Future of Europe am 9. Mai 2019 in Sibiu (Rumänien) veröffentlicht.

Die Stadt Stuttgart hat sich mit ihrem Energiekonzept 'Urbanisierung der Energiewende' bereits 2016 auf den Weg gemacht und will bis 2050 klimaneutral sein. Die Energie soll dann vollständig aus erneuerbaren Energien bezogen und die Treibhausgasemission im Vergleich zu 1990 um 95 Prozent reduziert werden.