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Neubau für Sommerrainschule beschlossen

23.05.2019 Stadtplanung
Der Gemeinderat hat am 23. Mai den Neubau "Neue Mitte" der Sommerrainschule in Bad Cannstatt nach den Plänen des Stuttgarter Architekturbüros Herrmann + Bosch beschlossen. Der vom Hochbauamt geprüfte Kostenvoranschlag beläuft sich auf rund 13,8 Millionen Euro. Die Verwaltung rechnet mit einem Landeszuschuss von einer Million Euro. Mit dem ersten Bauabschnitt soll im August dieses Jahres begonnen werden, mit der Fertigstellung wird bis Sommer 2021 gerechnet.

Die Sommerrainschule ist eine fünfzügige Ganztagesgrundschule, die im Schuljahr 2018/2019 ein Schüleraufkommen von insgesamt 432 Schülern in 18 Klassen hat, dazu kommt eine Grundschulförderklasse mit zwölf Schülern. Das Einzugsgebiet umfasst hauptsächlich den Sommerrain und Bad Cannstatt. Für die aktuelle Schulentwicklung wird das räumliche und pädagogische Ganztagesschulkonzeptes in der ersten Bauphase umgesetzt.

Die Sommerrainschule wurde in den 1950er-Jahren in Bad Cannstatt auf der großzügigen Freifläche eines ehemaligen Steinbruchs gebaut. Der für das Ganztagesschulkonzept geplante zweigeschossige Neubau "Neue Mitte" wird als winkelförmiger Bau zwischen den bestehenden Gebäuden stehen. Über das von Osten nach Westen abfallende Grundstück entsteht eine breite Treppe mit Sitzstufen, die den westlichen mit dem östlichen Zugang des Schulgeländes verbindet und sich im Inneren des Gebäudes fortsetzt.

Die Freiflächen nehmen den ursprünglichen Charakter der Sommerrainschule mit einzelnen kleinen Höfen wieder auf, sodass nach der Fertigstellung des Gesamtareals wieder einzelne Schulhöfe den jeweiligen Gebäuden zugeordnet sind. Das neue Gebäude besteht aus Küche, Speisebereich, Mehrzweckraum, Ganztagesräumen bzw. Ersatzräumen für die zwischenzeitliche Nutzung während der einzelnen Bauphasen, der Hausmeisterwerkstatt, Lager- und Technikflächen. Das Erdgeschoss ist als Versammlungsstätte für schulinterne Veranstaltungen genehmigt.

Die städtischen Anforderungen zur Unterschreitung der Energieeinsparverordnung werden eingehalten. Der geplante Neubau unterschreitet die in Bezug auf den Primärenergiebedarf um mehr als 30 Prozent und in Bezug auf die thermische Gebäudehülle um mindestens 20 Prozent. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Die ist zwar für das Energiekonzept nicht erforderlich, aber ihr Betrieb ist nach den Berechnungen des Amts für Umweltschutz wirtschaftlich.

Im ersten Bauabschnitt wird der Pavillon 1 abgebrochen und der Neubau erstellt. Für die dadurch entfallenden drei Betreuungsräume wird ein Interimsgebäude auf dem Schulgelände errichtet. Nach Ende des ersten Bauabschnitts zieht der Ganztagesbereich in das neue Gebäude, die Pavillons 2 und 3 sind damit frei. In den weiteren Bauabschnitten werden die Pavillons 2 und 3 sowie der sogenannte Bau 1 abgebrochen, Bau 2 und das 2004 erstellte Gebäude bleiben erhalten.