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Fünfter "Runder Tisch Landwirtschaft" im Stuttgarter Rathaus

29.05.2019 Versorgung
Der fünfte "Runde Tisch Landwirtschaft" hat am 27. Mai im Stuttgarter Rathaus stattgefunden. Unter der Leitung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Stuttgarter Landwirtschaft sowie Entscheidungsträgerinnen und -träger der Stadtverwaltung zum gemeinsamen Austausch. Organisiert hatte das Zusammentreffen die städtische Wirtschaftsförderung.
Der jährlich stattfindende Dialog zwischen der Stadtverwaltung und den Stuttgarter Landwirten dient dazu, aktuelle Themen und Problembereiche zu diskutieren und konstruktive Lösungen für diese Handlungsfelder zu erarbeiten. Oberbürgermeister Fritz Kuhn betonte: "Der Runde Tisch Landwirtschaft hat nunmehr zum fünften Mal stattgefunden. Er ist mittlerweile gut etabliert und trägt zu einem besseren gegenseitigen Verständnis sowie einer engeren Zusammenarbeit bei. Aufgrund der gesamtstädtischen Bedeutung der Landwirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die Erzeugung von frischen, regionalen Lebensmitteln sowie der Pflege unserer Kulturlandschaft, ist es mir wichtig, die Landwirte von städtischer Seite bestmöglich zu unterstützen."

Beim diesjährigen Runden Tisch wurde ein breites Themenspektrum diskutiert: vom Diesel-Fahrverbot über die Taubenplage bis hin zu speziellen "Brennpunktthemen" wie wilde Müllablagerungen oder Konflikten zwischen landwirtschaftlichem Verkehr und Freizeitnutzern landwirtschaftlicher Wege. Klaus Brodbeck, der Kreisvorsitzende des Bauernverbands Stuttgart e.V., sagte: "Die Anforderungen an die Landwirtschaft werden zunehmend komplexer. Neben der eigentlichen Aufgabe der Nahrungsmittelerzeugung prägen vor allem immer weitere bürokratische Anforderungen der EU den landwirtschaftlichen Arbeitsalltag. Die zunehmende Beanspruchung der Feldflur durch Mehrfachnutzungen stellt in unserem Ballungsraum darüber hinaus eine zusätzliche Belastung dar."

Aktuelle Ergebnisse des Runden Tisches waren beispielsweise die Klärung von Zuständigkeiten bei der Pflege von städtischen Ausgleichsmaßnahmen, die Abstimmung über das gemeinsame Vorgehen gegen wilde Müllablagerungen und zugeparkte Feldwege und Informationen zum weiteren Vorgehen beim Felssturz im Weinberg Gewann Zuckerle. Darüber hinaus berichtete das Tiefbauamt, dass es vom Land Baden-Württemberg eine Förderzusage in Höhe von 82.000 Euro für die Sanierung von drei Feldwegen erhalten hat.

Die Teilnehmer des Runden Tisches ziehen insgesamt eine positive Bilanz. Die im vergangenen Jahr besprochenen Handlungsfelder wurden größtenteils erfolgreich geklärt und umgesetzt. Themen wie der Rückschnitt von Bewuchs und die Sanierung von Feldwegen sowie die Verbesserung des Feldschutzes stellen Daueraufgaben dar, die regelmäßig von den zuständigen Ämtern überprüft und bearbeitet werden müssen.

Neben Klaus Brodbeck waren Vorstandsmitglieder und Ortsobleute des Bauernverbands Stuttgart e.V. sowie der Vorstand des Obstbaurings Stuttgart e.V. am Runden Tisch Landwirtschaft vertreten. Von Seiten der Stadtverwaltung nahmen neben Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Bürgermeister Peter Pätzold, die Leiterin der Wirtschaftsförderung, Ines Aufrecht, Vertreterinnen und Vertreter des Liegenschaftsamts, des Amts für öffentliche Ordnung, des Amts für Stadtplanung und Wohnen, des Amts für Umweltschutz, des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, des Tiefbauamts, der Abfallwirtschaft Stuttgart sowie die zuständige Projektleiterin für Landwirtschaft bei der Wirtschaftsförderung teil.

Veranstaltet wurde der fünfte "Runde Tisch Landwirtschaft" von der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart. In Form einer freiwilligen Aufgabe steht die städtische Wirtschaftsförderung mit deren Leiterin Ines Aufrecht und der Projektleiterin Uta Dickertmann den Stuttgarter Landwirten als Ansprechpartner zur Seite. Dies gilt für alle Anliegen, die die Landeshauptstadt Stuttgart betreffen. Das Liegenschaftsamt ist Ansprechpartner für alle hoheitlichen Aufgaben.

Im Frühjahr 2020 wird wieder ein "Runder Tisch Landwirtschaft" im Stuttgarter Rathaus stattfinden.