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Festakt und Stadtteilfest zum Abschluss des Programms "Soziale Stadt Giebel" mit BM Pätzold und Bezirksvorsteherin Zich

01.07.2019 Stadtbezirke
Auf dem Ernst-Reuter-Platz in Giebel wird am Samstag, 6. Juli, groß gefeiert. Das Kinder- und Jugendhaus Giebel organisiert zusammen mit dem Stadtteil- und Familienzentrum, dem TSV Weilimdorf, der Gaststätte Fasanengarten sowie dem Bürgerverein Giebel und Bergheim ein buntes Fest, denn es heißt Abschied nehmen vom Programm "Soziale Stadt Giebel", das nach 13 Jahren zu Ende geht. Auch das 65-jährige Bestehen des Stadtteils gibt Anlass zum Feiern.

Der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, und die Bezirksvorsteherin von Weilimdorf, Ulrike Zich, werden das Fest um 13 Uhr auf dem Ernst-Reuter-Platz eröffnen und das Engagement der Ehrenamtlichen würdigen, die sich über viele Jahre unter anderem in der Bürgerbeteiligung für ihren Stadtteil eingesetzt haben. Der Stadtteil Giebel hat sich nicht zuletzt durch die
Zusammenarbeit aller Akteure im Rahmen der offenen Bürgerbeteiligung positiv verändert.

Umfassende Erneuerung des Stadtteils

Im Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Die Soziale Stadt", standen Fördermittel in Höhe von 6,4 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung, wovon 60 Prozent Bund und Land beigetragen haben. Diese Mittel ermöglichten eine umfassende Erneuerung des Stadtteils. Das Amt für Stadtplanung und Wohnen hatte dabei federführend die Koordination übernommen.

Die zwei wichtigsten Maßnahmen waren die Umgestaltung des Ernst-Reuter-Platzes und der Neubau des Kinder- und Jugendhauses, heute Giebelhaus, die 2013 und 2014 fertiggestellt wurden.

Der Ernst-Reuter-Platz glänzt nun wieder als gute Stube des Stadtteils. Er bietet Raum für all die Feste und Aktivitäten, die sich im Giebel etabliert haben und nicht mehr wegzudenken sind, wie Weihnachtsmarkt, Weinumtrunk oder der Aktionstag Gesundheit. Auch im Alltag wird der Ernst-Reuter-Platz gut angenommen und als Treffpunkt von Jung und Alt genutzt. Rund 2,1 Millionen Euro hat die Umgestaltung gekostet.

Aus einer kleinen, maroden Holzbaracke konnte das Kinder- und Jugendhaus Giebel 2014 in einen großzügigen, markanten Neubau umziehen. Die Kosten beliefen sich auf 4,1 Millionen Euro. Das mittlerweile Giebelhaus genannte Gebäude bietet darüber
hinaus Platz für eine viergruppige Kita, den Bürgerverein sowie das Stadtteil- und Familienzentrum (FaZ) und ermöglicht die für eine erfolgreiche Stadtteilarbeit so wichtige Vernetzung. Die gemeinsame Cafeteria bildet das Herz des Giebelhauses und steht allen offen. Vor allem bei Familien erfreuen sich die Angebote des FaZ großer Beliebtheit, wie der gemeinsam mit dem Bürgerverein veranstaltete
monatliche Brunch.

Wohnungsbestand zeitgemäß und sozialverträglich modernisiert

Sichtbar verändert hat sich auch der Wohnungsbestand im Giebel. Mit großem Aufwand haben die Wohnbauunternehmen ihren Bestand zeitgemäß und sozialverträglich modernisiert, erneuert oder ergänzt. So konnte Wohnraum für alteingesessene Mieterinnen und Mieter erhalten, aber auch neue Bewohnerinnen und Bewohner gewonnen werden. Vorausschauend wurde beim Neubau über das Wohnen hinaus auch an weitere Bedürfnisse der Mieterinnen und Mieter gedacht: so finden sich eine Kita, eine Arztpraxis, eine Pflegewohnung und ein Wohncafé direkt im Wohngebiet. Gleichzeitig wurde das private Umfeld attraktiver gestaltet, indem Spielmöglichkeiten, Quartiersplätze und Grünzüge zwischen den Wohngebäuden geschaffen wurden.

Flankierend dazu wurden von der Stadt die Mittenfeldstraße, der Lurch- und Krötenweg sowie ein Teil der Rappachstraße und der Spielplatz Mittenfeldstraße umgestaltet. Die in mehreren Mitmachaktionen geschaffene Naturbeobachtungsstelle
Rappach auf einer Wiese am Schnatzgraben ergänzt die klassischen Spielflächen für Kinder im Stadtteil auf gelungene Weise. Dafür erhielt die Naturbeobachtungsstelle 2010 eine Anerkennung beim Umweltpreis der Stadt Stuttgart und eine Erwähnung beim Preis Soziale Stadt 2012.

Ganz wesentlich für den nachhaltigen Erfolg der Stadterneuerung waren zahlreiche nicht-investive Projekte, die die investiven Maßnahmen ergänzen. So konnten im Giebel Programme wie "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier - BIWAQ" und die
Modellvorhaben mit dem Selbstlernzentrum, dem Stadtteilservice, dem Fahrradprojekt und dem Ausbildungspakt wichtige Akzente setzen. Auch der Mittagstisch im Haus der Begegnung ist immer gut besucht. Das Haus selbst hat sich im Laufe der "Sozialen Stadt" für neue Zielgruppen und in den Stadtteil hinein geöffnet und bietet ein abwechslungsreiches Programm.

Bürgerverein Giebel soll Erreichtes weiterführen

Mit "Gesund im Giebel - auch im Alter" und den daraus entstandenen Projekten wie der gleichnamigen Informationsbroschüre, dem Aktionstag Gesundheit und der bewegten Apotheke können weitere wichtige Bedarfe abgedeckt werden. Zum neuen Stadtteilzentrum hat sich das Giebelhaus entwickelt, das ebenfalls eine Vielfalt an Kursen sowie Betreuungs- und Beratungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene möglich macht. Im Giebelhaus hat auch der Bürgerverein Giebel und Bergheim seine Räume. Dieser soll das in der "Sozialen Stadt" Erreichte weiterführen. Neben der Organisation von Festen wie der Kulturnacht und dem Weihnachtsmarkt ist der Verein durch seinen kurzen Draht zur Stadtverwaltung auch Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger für Fragen und Anregungen, die den Stadtteil betreffen.

Weitere Informationen zum Bürgerverein und zur "Sozialen Stadt Giebel" sowie das detaillierte Festprogramm sind unter www.stuttgart-giebel.de verfügbar.