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Alt-Stadträtin Ulrike Küstler wird 75 Jahre alt

01.07.2019 Personalien
Alt-Stadträtin Ulrike Küstler wird am Montag, 8. Juli, 75 Jahre alt. Ulrike Küstler rückte 2003 für die PDS in den Gemeinderat nach. 2004 und 2009 wurde sie wiedergewählt für die Linke. Sie gehörte dem Gemeinderat bis 2014 an. Seit 2009 hatte sie den Sitz von SÖS und Linken im Sozial- und Gesundheitsausschuss und im Verwaltungsausschuss inne. Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie als Fraktionsvorsitzende hat sie SÖS und Linke auch nach außen vertreten.
Ulrike Küstler engagierte sich für soziale Gerechtigkeit, kommunale Demokratie, gleiche Rechte für alle sowie für Bildungs- und Lebenschancen für Kinder und Jugendliche. Sie brachte zahlreiche Themen wie die erste Konferenz gegen Kinderarmut, den Bürgerhaushalt und das Sozialticket erfolgreich in den Gemeinderat ein. Anfang 2009 stellte sie den ersten Antrag gegen den Abriss des Hotels Silber und arbeitete zehn Jahre lang maßgeblich an der Konzeption und der Durchsetzung des Lern- und Gedenkortes mit. In den fünf Jahren als Einzelstadträtin setzte sie ihr Rederecht in den Ausschüssen durch, obwohl sie keinen Sitz hatte. Als ihr beim Kauf der SachsenLB durch die LBBW Unterlagen verweigert wurden, erreichte sie einen gerichtlichen Vergleich, dass sie und alle Stadträte gleich und umfassend informiert werden müssen.

Ulrike Küstler wurde in Lünen/Westfalen geboren und ist in Rottweil aufgewachsen. Nach der Lehre als Feinmechanikerin arbeitete sie in der Metallindustrie, im Druckgewerbe und in der Fernmeldetechnik. Sie war Lehrlingsausbilderin, gewerkschaftliche Vertrauensfrau und Betriebsrätin. In Freiburg kandidierte sie Anfang der 70er-Jahre auf einer alternativ-linken Liste zum Gemeinderat und verlor ihren Arbeitsplatz durch Berufsverbot. Seit 2015 war Ulrike Küstler aktiv in der Betreuung von Geflüchteten, wo sie sich besonders für die Schulbildung der Kinder einsetzte.