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Dreiteilige Stadtentwicklungsreihe "Die Brücken zwischen Nil und Neckar - Stadtentwicklung und Gestaltung in Kairo und Stuttgart"

03.07.2019 Aktuelles
Im Jahr 2019 jährt sich die Städtepartnerschaft zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und Kairo, der "Mutter der Welt", wie die ägyptische Hauptstadt auch genannt wird, zum 40. Mal. Ein Grund für Stuttgart, den Blick vertiefend auf die Metropole am Nil zu richten.
Mit der dreiteiligen Reihe "Die Brücken zwischen Nil und Neckar - Stadtentwicklung und Gestaltung in Kairo und Stuttgart" im Juli 2019 werden unterschiedliche Aspekte aus den Bereichen Architektur und Gestaltung, Nachhaltiges Bauen und Stadtplanung in Kairo beleuchtet und welchen Beitrag Stuttgart dabei leistet.

Am Mittwoch, 10. Juli, 17.30 Uhr präsentieren im Mittleren Sitzungssaal im vierten Stockwerk des Rathauses der Architekt, Bauforscher und Hauptkonservator a.D., Wolfgang Mayer, und Prof. Adel Fahmy, Architekt aus Kairo und Experte für Lehmbau, in ihren Vorträgen traditionelle Bautechniken und Baumaterialien der ägyptischen Architektur, die beim Bau oder der Restaurierung alter Wohnhäuser und der historischen islamischen Altstadt eingesetzt wurden. Mayer gibt einen kurzen historischen Rückblick zur Stadtentwicklung Kairo und stellt Projekte der Restaurierung und Revitalisierung der Altstadt Kairo vor, die unter anderem durch die Stadt Stuttgart gefördert wurden. Unter dem Titel "Der Vergangenheit eine Zukunft" hat der Referent seine mehr als 20 Jahre lange Erfahrung in Kairo dokumentiert. Ziel der zahlreichen Projekte war es, architektonische Details des islamischen Stadtviertels zu beleben und dadurch der Altstadt Kairos ihren alten Glanz zurückzugeben.

Adel Fahmy präsentiert das Material "Lehm" als alternatives Baumaterial für die Zukunft sowie als mögliche Lösung für Nachhaltiges Bauen im Globalen Süden. Sein Vortrag geht auf die besonderen Stärken dieses Materials ein, die Techniken im Renovierungsprozess sowie den damit verbundenen Einfluss sozialer Bindungen beim Renovierungsprozess. Insbesondere wird das Lehmbau-Projekt "Residenzen, Kunstzentrum und Entgiftungszentrum" als Beispiel für den Versuch, soziale, wirtschaftliche und umweltfreundliche Architektur in Einklang zu bringen, vorgestellt.

Beide Blickwinkel zeigen, wie traditionelle, natürliche Materialien genutzt werden können, um die Vergangenheit zu erhalten und gleichzeitig auf eine zukunftsorientierte und nachhaltige Entwicklung hinzuwirken.

Der Eintritt ist frei. Die Moderation hat Dr. Manal El-Shahat, Stadtplanerin und Gründerin des Vereins Ezbet, Universität Stuttgart.

Der zweite Teil der Vortragsreihe folgt am Mittwoch, 17. Juli, 18 Uhr, im Haus der Architekten, Danneckerstraße 54. Jürgen Häpp, Architekt und Stadtplaner bei Albert Speer & Partner, spricht über "Badya City - Innovative Stadtentwicklung im Schatten der Pyramiden".

Der dritte und letzte Teil folgt am Donnerstag, 25. Juli, 18 Uhr, im Wanner Saal des Linden-Museums, Hegelplatz 1. Shirin Frangoul-Brückner, Geschäftsführerin des Atelier Brückner, spricht zur Gestaltung der Szenographie des neuen "Grand Egyptian Museum" (GEM) in Gizeh, Kairo.