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1. Stuttgarter Wissenschaftsfestival - OB Kuhn zieht Bilanz: "Festival hat der Stuttgarter Wissenschaft eine Bühne gegeben"

05.07.2019 Aktuelles
Stuttgart ist reich an Wissenschaft - die Vielfalt an Lehre, Forschung und Entwicklung hat das 1. Stuttgarter Wissenschaftsfestival für jeden erlebbar gemacht. An elf Festivaltagen haben Stuttgarter Universitäten und Forschungsinstitutionen zu zahlreichen Veranstaltungen im Stadtgebiet eingeladen und ihre Arbeit präsentiert. Dreh- und Angelpunkt des Festivals war das Rathaus.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der das Festival initiiert hatte, zog am Freitag, 5. Juli, Bilanz: "Das Festival war ein toller Erfolg. Es hat der Stuttgarter Wissenschaft eine Bühne gegeben. Damit sind wir auch als Wissenschaftsstadt noch stärker zusammengewachsen. Stuttgart ist einer der forschungsstärksten Standorte in Europa und zählt zu den innovativsten Hightech Regionen Deutschlands. Diese wissenschaftliche Stärke konnte beim 1. Stuttgarter Wissenschaftsfestival jeder erleben." Die bisherigen Rückmeldungen der beteiligten Institutionen seien sehr positiv, so der OB. Kuhn weiter: "Für die kommenden Haushaltsberatungen wird die Verwaltung dem Gemeinderat einen Vorschlag machen, wie wir dieses tolle Konzept weiterführen können."

Noch bis Samstag, 6. Juli, fanden Veranstaltungen anlässlich des Festivals statt wie etwa eine Vortragsreihe an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management und der Tag der offenen Tür an der Universität Hohenheim. Gemeinsam mit dem Rektor der Universität Hohenheim Stephan Dabbert machte Oberbürgermeister Fritz Kuhn einen Rundgang über den Campus. Besichtigt wurde unter anderem die vertikale Fassadenbegrünung mit  drehenden Bäumen des Startups Visioverdis. Was die Bioökonomie leisten kann, war Thema im Institut für Agrartechnik. Im neuen Hightech-Gewächshaus der Uni Hohenheim wurde erklärt, welches enorme Potenzial Cannabis in der Medizin, Kosmetik und Ernährung hat. (Siehe auch Programmheft unter www.wissenschaftsfestival-stuttgart.de).

Events im Rathaus

Im Rathaus fanden neben der offiziellen Eröffnungsveranstaltung mit rund 500 geladenen Gästen themenspezifische Events statt. Der Fachdiskussion zum Städtebau der Zukunft, an der sich Experten aus Architektur und Städtebau beteiligten, folgten gut 130 Zuhörer. Bei "Clever gestartet" stellten Vertreter der Stuttgarter Universitäten und Hochschulen ihre Förderprogramme für StartUps vor. Im Anschluss haben Gründerinnen und Gründer ihre Geschäftsmodelle auf den Punkt gebracht: 13 Teams präsentierten ihre Ideen einer Fach-Jury. Das Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart thematisierte Stadtquartiere der Zukunft und erläuterte, wie entscheidende Szenarien zu Verkehr und Klima bei der Planung simuliert werden können. Dafür lud es zu Präsentationen, Workshops und einem virtuellen Gleitschirmflug im Rathaus. Rund 400 Teilnehmer folgten der Einladung. Welche Rolle Innovationen in unserem Alltag spielen, konnten Interessierte im InnoTruck erfahren. Die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gastierte auf dem Marktplatz und begrüßte gut 700 Besucher. Für Kinder und Jugendliche gab es außerdem einen Aktionstag im Rathaus. Bei diesem Wissenschaftstag luden zahlreiche Exponate und Mit-machexperimente dazu ein, die Welt der Wissenschaft zu entdecken. Rund 530 Kinder und Jugendliche besuchten zusammen mit ihren Begleitpersonen den Wissenschaftstag.

Beim Science Quiz stellten 18 Schülerteams aus Stuttgart und der Region ihr Wissen unter Beweis. Dabei trafen sie auf den Stuttgarter Nobelpreisträger Klaus von Klitzing. Neugierig auf Physik machen - das hat sich Professor Klaus von Klitzing zum Ziel gemacht. Anlässlich des 1. Stuttgarter Wissenschaftsfestival hielt er einen Vortrag beim Science Quiz im Rathaus. Oberbürgermeister Fritz Kuhn begrüßte den Physiker am Freitag, 5. Juli, im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses.

Kuhn sagte: "Mit dem 1. Stuttgarter Wissenschaftsfestival zeigen wir, welche hervorragenden Institute, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen es in Stuttgart gibt - oder kurz: Welche wissenschaftliche Exzellenz wir in Stuttgart vereinen. Das wollen wir weit über die Region hinaus noch bekannter machen. Dass wir für diese Botschaft und das Wissenschaftsfestival Professor Klaus von Klitzing gewinnen konnten, macht uns stolz."

Der Nobelpreisträger zeichnete anschließend den Weg "Vom Nobelpreis zu einem neuen Kilogramm". Sein Vortag war Teil des Science Quiz, das der Verein Schülerlabor Kepler-Seminar ausrichtete. Schülerteams aus Stuttgart und der Region stellten ihr Wissen unter Beweis. Die Schüler traten bereits am Morgen in den Vorrunden gegeneinander an, am Nachmittag folgte das öffentliche Finale.

Der Treffpunkt Rotebühlplatz stand während des Wissenschaftsfestivals einen Tag lang im Zeichen der Raumfahrt. In Kooperation mit der Universität Stuttgart konnten Interessierte unter anderem im Sojus-Simulator einen Flug zur Internationale Raum-station ISS nachempfinden und erfuhren, wie Wissenschaftler mit Hilfe ferngesteuer-ter Rover die Oberfläche von Planeten erkunden. Dagmar Mikasch-Köthner, Direktorin der vhs stuttgart, sagte am Freitag, 5. Juli: "Mit dem 'Tag der Raumfahrt' haben wir als vhs stuttgart mit unseren Kooperationspartnern sozusagen das Weltall in den TREFFPUNKT Rotebühlplatz geholt. Als 'Bürger-Uni' an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und breiter Öffentlichkeit bot die vhs zum Beispiel Vorträge renommierter Forscher und einen Einblick in das grundlagenorientierte Studium Generale an. Begeistert haben die kleinen und großen weit über 500 Besucherinnen und Besucher zum Beispiel im Sojus-Simulator einen Flug in das All erlebt."

Feedback zum Festival

Insgesamt gab es rund 80 Veranstaltungen von insgesamt 75 beteiligten Institutionen an gut 50 Veranstaltungsorten im Stadtgebiet. Darunter waren wissenschaftliche, kulturelle und städtische Einrichtungen wie die Universitäten Stuttgart und Hohenheim, das Naturkundemuseum Stuttgart oder das Literaturhaus Stuttgart. 30 Veranstaltungen wurden von städtischen Einrichtungen oder in direkter Kooperation mit der Stadt organisiert. Geboten wurden Großveranstaltungen, Einzelaktionen, Vorträge oder Mitmachaktionen in der gesamten Stadt. Damit richtete sich das Festival an ein breites Publikum: Kinder und Jugendliche, Bürgerinnen und Bürger, Startups und Unternehmen, aber auch Wissenschaftler und Fachinteressierte fanden spannende Angebote.

Die städtische Abteilung Wirtschaftsförderung evaluiert das Festival mit einer Umfrage. Diese ist zu finden unter: www.wissenschaftsfestival-stuttgart.de. Bis zum 15. Juli ist die Teilnahme möglich. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden Preise verlost, darunter Tickets für das Volkswagen Lichterfest, das Finale der Stuttgart German Masters und Jahreskarten für das Kunstmuseum.