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Neue Jugendverkehrsschule im Bau

09.07.2019 Bauen
Der Bau der Jugendverkehrsschule im Stuttgarter Westen hat begonnen. Ab September 2020 sollen hier Kinder die Verkehrsregeln "erfahren". Der theoretische Unterricht findet in einem Holzkonstruktionsbau statt. Die Stadt investiert für den Neubau rund 4,6 Millionen Euro.
Neubau JugendverkehrsschuleVergrößernDer geplante Foyer- und Garderobenbereich des Neubaus der Jugend-verkehrsschule. Visualisierung: asp ArchitektenDer geplante Foyer- und Garderobenbereich des Neubaus der Jugend-verkehrsschule. Visualisierung: asp ArchitektenDie Jugendverkehrsschule zieht vom Diakonissenplatz auf das städtische Grundstück zwischen Zamenhofstraße und der Straße Unter dem Birkenkopf. Der Neubau entsteht am südlichen Rand des städtischen Grünzuges. Deswegen macht die Begrünung auch über 45 Prozent aus. Der Neubau ist eingeschossig und bietet rund 650 m² Nutzfläche inklusive überdachtem Eingangsbereich.

Der Baukörper entwickelt sich aus der Landschaft heraus und gliedert sich durch Vor- bzw. Rücksprünge. Das gefaltete, leicht geneigte, begrünte Dach soll sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Die Fassade mit naturfarbenen Lamellen wird mit farblichen Akzenten in Gebäudeeinschnitten kombiniert. Der Theorieunterricht der Radfahrausbildung findet im tageslichtdurchfluteten Schulungsraum statt. Die Jugendlichen können dann auch einen Radparcours nutzen, der zahlreiche Verkehrssituationen einer Großstadt abbildet: Ampeln, Verkehrsschilder, Fahrbahnmarkierungen, sowie ein U-Bahn-Übergang tragen zum Üben in einer realistischen Umgebung bei. Die alte Verkehrskanzel des Diakonissenplatzes wird in Erinnerung an die älteste Jugendverkehrsschule Europas an den neuen Standort umgesetzt.

Die Jugendverkehrsschule wird von ca. 70 Stuttgarter Schulen genutzt und ist ganzjährig mit drei Schulklassen täglich ausgelastet. Der Diakonissenplatz soll anschließend zum öffentlichen Park umgestaltet werden.