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Zur Kritik der politischen Sprache: Mit Fritz Kuhn und Ulrich Raulff

16.07.2019 Aktuelles
"Wo die Sprache verroht, ist die Straftat nicht weit", hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kürzlich gesagt. Gemeint war die Hetze im Netz, die dem Anschlag auf Regierungspräsident Walter Lübcke voranging, bei der Sprache als eine Art Waffe gebraucht wurde. Das Phänomen der politischen Hetzrede ist nicht neu: Schon vor hundert Jahren nahm verbale Hetze den politischen Mord sprachlich vorweg - wie im Fall der Ermordung von Walther Rathenau. Neu ist das Medium, in dem sich Hetze blitzartig und anonym verbreitet.
Ist das Medium schon die Botschaft? Kennt politische Rede in unseren Tagen nur die Alternative von gepflegter Korrektheit, wie den Gendersternchen, und zündelnder Verschärfung? Über solche und andere Fragen zur gegenwärtigen Lage der politischen Sprache diskutieren Oberbürgermeister Fritz Kuhn und der Präsident des ifa, Institut für Auslandsbeziehungen, Ulrich Raulff, am Dienstag, 23. Juli, 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses, Marktplatz 1.

Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, moderiert das Gespräch. Im Anschluss an die Diskussion lädt die Stadt Stuttgart zum Empfang ein. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten an protokoll@stuttgart.de.