Presse
  •  

Einbürgerungsfeier am 19. Juli 2019 im Rathaus

19.07.2019 Aktuelles
Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Freitag, 19. Juli, zur ersten von zwei Einbürgerungsfeiern in diesem Jahr eingeladen. Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, empfing im Großen Sitzungssaal des Rathauses Stuttgarterinnen und Stuttgarter, die im vergangenen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben.

Einbuergerungsfeier Sommer 2019Ein Bekenntnis der Zugehörigkeit: Bildungsbürgermeisterin Isabel Fezer empfing im Großen Sitzungssaal des Rathauses Stuttgarterinnen und Stuttgarter, die 2018 die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben. Foto: Stadt Stuttgart/Max Kovalenko
Isabel Fezer begrüßte die Neubürger: "Sie tragen zur kulturellen Vielfalt in unserer Stadt bei und sind Vorbilder dafür, wie Integration gelingen kann." Die Annahme einer neuen Staatsangehörigkeit und die damit einhergehende Aufgabe der vorherigen sei für viele ein großer Schritt, betonte Fezer. "Sie haben den Willen, sich in unsere Gemeinschaft einzubringen, und wir als Stadt möchten Sie herzlich willkommen heißen und dabei unterstützen."


Wie in den Jahren zuvor, blieb auch 2018 das Interesse hoch, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Innerhalb der letzten zwölf Monate wurden 2.291 Anträge gestellt. Im Gesamtjahr 2018 gab es 2.212 Einbürgerungsanträge und 1.868 Einbürgerungen. Im Jahr 2017 waren 2.374 Anträge eingereicht und 1.994 Einbürgerungen vorgenommen worden. Wie bereits in den letzten Jahren, stammt die größte Gruppe der Eingebürgerten mit 278 Neubürgern aus der Türkei. Danach folgen Griechenland (145), Kroatien (123) sowie Serbien (119). Weitere häufige Herkunftsstaaten sind der Kosovo (100), Italien (96), Irak (90), Bosnien-Herzegowina (86) und der Iran mit 62 Personen.

Auch die Zahl der neu eingebürgerten Briten steigt weiter an. Wurden zwischen 2014 und der Brexit-Entscheidung im Juni 2016 lediglich 13 Einbürgerungsanträge von britischen Staatsangehörigen gestellt, hat sich seither die Zahl auf nahezu 300 Anträge erhöht. Seit Juni 2016 bis Anfang Juli dieses Jahres wurden 234 Briten eingebürgert.

Die Mehrheit (53 Prozent) der eingebürgerten Stuttgarterinnen und Stuttgarter ist zwischen 20 und 40 Jahre alt. 18 Prozent sind unter 20, 24 Prozent zwischen 40 und 60. Der Anteil der Personen über 60 Jahre liegt bei fünf Prozent. 54 Prozent der Eingebürgerten sind weiblich, 46 Prozent männlich.

Ein Anspruch auf Einbürgerung von Migranten liegt vor, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu zählen ein im Normalfall achtjähriger - bei besonderen Integrationsleistungen auch nur sechsjähriger - rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland und eine eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts. Vorausgesetzt werden außerdem ausreichende Deutschkenntnisse, Wissen um die deutsche Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie die Akzeptanz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Es dürfen außerdem keine erheblichen Straftaten durch den Antragsteller vorliegen.

Bei einer erfolgreichen Einbürgerung muss grundsätzlich die bisherige Staatsangehörigkeit aufgegeben werden. Generelle Ausnahmen gibt es lediglich für Bürger aus EU-Ländern, aus Staaten, die ihre Bürger nicht aus der Staatsbürgerschaft entlassen, oder wenn eine Asylanerkennung vorliegt und die Asylgründe zum Zeitpunkt der Einbürgerung weitergegeben sind.

Weitere Informationen zum Thema Einbürgerung gibt es unter
www.stuttgart.de/einbuergerung .