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German Open Championships präsentieren Tanzsport vom Feinsten

06.08.2019 Sport
Nur noch eine Woche, dann ist die Landeshauptstadt Stuttgart wieder der "Nabel der Tanzsport-Welt": Vom 13. bis 17. August 2019 trifft sich bei den 33. German Open Championships (GOC) einmal mehr alles, was in dieser Sportart Rang und Namen hat. Zum 16. Mal in Folge ist das Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle (KKL) Schauplatz des größten Tanzturniers der Welt und präsentiert an den fünf Turniertagen insgesamt 45 Einzelturniere der Profis und Amateure, in Standard und Latein, von den Kindern bis zu den Senioren und zwei Entscheidungen der Rollstuhltänzer.

Außerdem ermitteln die Boogie-Woogie-Tänzer ihre Europameister in der Hauptklasse sowie bei den Junioren und den Senioren. Insgesamt wurden mehr als 4.000 Startmeldungen aus fast 60 Nationen abgegeben. Besondere Highlights sind das Teammatch der Jugend am Donnerstag und der in diesem Jahr erstmals ausgetragene Städtekampf zwischen Brünn (Tschechien) und Stuttgart am Mittwoch.

German Open Championships sind "Highlight im Stuttgarter Sportjahr"

Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, freut sich über die große Resonanz des Events: "Die German Open Championships üben auch im 16. Jahr ihrer Austragung in Folge in Stuttgart noch immer eine enorme Anziehungskraft aus. Tänzerinnen und Tänzer aus weit über 50 Nationen kommen im August in die Landeshauptstadt, um ihre Champions zu ermitteln. Das garantiert nicht nur ein Teilnehmerfeld der Extraklasse, sondern beschert den Zuschauerinnen und Zuschauern aus aller Welt auch Tanzsport vom Feinsten." Die Tanzsportler seien in der Stadt nicht nur im KKL präsent, "sondern sorgen durch ihr extravagantes Styling auch für viel Aufsehen in der Stadt". Dr. Martin Schairer weiter: "Die German Open Championships sind ein absolutes Highlight im Stuttgarter Sportjahr, bleiben jedoch für alle Beteiligten ein Kraftakt. Dafür danke ich den beteiligten Vereinen und dem Tanzsportverband Baden-Württemberg."

Die Präsidentin des Deutschen Tanzsportverbandes (DTV), Heidi Estler aus Fellbach, wird am Dienstagabend, zusammen mit Dr. Martin Schairer, die German Open Championships eröffnen und betont: "Wir sind sehr froh über die Unterstützung und wohlwollende Begleitung der Stadt Stuttgart!" Die Übernahme der Schirmherrschaft durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) wertet sie als "Anerkennung der Arbeit der vielen Freiwilligen". Dankbar äußert sich die DTV-Präsidentin über die "ungebrochen hervorragende Zusammenarbeit mit dem SWR". Der Südwestrundfunk berichtet am Samstag, 17. August, von 23.45 Uhr bis 00.45 Uhr, für Sonntag, 18. August, ist von 13.15 Uhr bis 14.15 Uhr eine Wiederholung vorgesehen. Am Freitag, 16. August, könne man die GOC im Live-Stream des SWR-Fernsehens verfolgen, und nach der Ausstrahlung stelle der SWR die Programme in die Mediathek.

Tanzsport 2024 in Paris erstmals vorläufig im Sportprogramm der Olympischen Spiele

Überaus glücklich ist Heidi Estler mit einer sehr wichtigen Entwicklung im ersten Halbjahr 2019: Mit "Breaking" wurde der Tanzsport vorläufig in das Sportprogramm der Olympischen Spiele aufgenommen, außerdem Skateboarding, Sportklettern und Surfen. Damit werde der DTV zum "Vorläufigen Olympischen Verband", was große Auswirkungen habe und Veränderungen mit sich bringe. "Tanzsport goes Olympia - in Paris 2024 ist es soweit!" Die Fellbacherin nannte die Entscheidung "ein wirklich historisches Ereignis, nicht nur international, sondern auch für Tanzsport Deutschland". Vor allem aufgrund des Erfolges der Berliner Breakerin Jilou, die bei den WDSF World Breaking Championships in Nanjing (China) im Juni dieses Jahres für Deutschland die Bronzemedaille holte, müsse die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bei seiner 134. Tagung zwei Tage später in Lausanne gesehen werden. Heidi Estler: "Ich freue mich sehr auf die nun kommende, sicherlich sehr spannende Zeit bis zu den Olympischen Spielen 2024. Eine große Aufgabe mit vielen neuen Herausforderungen liegt vor uns." Um die neuesten Entwicklungen auch auf den GOC sichtbar zu machen, hat der DTV die erfolgreiche Breakerin Jilou eingeladen - sie tritt in einer Show am Freitagabend im Beethovensaal auf.

Wilfried Scheible (Stuttgart), Ehrenpräsident des TSC Astoria Stuttgart, Präsident des Tanzsportverbandes Baden-Württemberg (TBW) und Geschäftsführer der German Open Championships Tanz Event Management GmbH, unterstreicht, dass die Stadt Stuttgart "quasi Hauptsponsor der GOC" sei. Die finanzielle Entwicklung beim Zuschuss der Stadt freue ihn sehr, "aber das Turnier ist auch ein nicht unerheblicher wirtschaftlicher Faktor im ansonsten eher ruhigen August, die Hotels sind bis ins Umland voll belegt und die Geschäfte rund ums KKL machen in dieser Woche großen Umsatz". Mit dem Vorverkauf zeigte sich der GOC-Geschäftsführer zufrieden, "er bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres".

Von der Anfang Juli begonnenen Sanierung des KKL sind die GOC in diesem Jahr nur leicht betroffen. "Wir haben die Arbeiten für die ersten Wochen so terminiert, dass zunächst nur der obere Bereich des Hegel-Saales betroffen ist und damit das internationale Tanzturnier in der Liederhalle durchgeführt werden kann", sagte jüngst Norbert Hartmann, Abteilungsleiter der Liederhalle von der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, ab dem 19. August werde dann der Bauzaun aufgestellt und die heiße Phase der Sanierung könne beginnen. "Dadurch fehlen uns im Hegelsaal Umkleideräume und Sitzungszimmer", erklärt Wilfried Scheible zu diesem Thema.

Chinesischer Nachwuchs fehlt - stärkste Nation ist in diesem Jahr Italien

Stärkste Nation, so Harry Körner (Wendlingen), der Managing Director der GOC, sei in diesem Jahr Italien. "2018 war das noch China, aber dort sind in dieser Woche die Jugendspiele, so dass der Nachwuchs aus dem Reich der Mitte fehlt." Im Übrigen verzeichne man mit über 4.000 Startmeldungen aus 58 Nationen einen Meldestand wie im vergangenen Jahr, "erstmals ist auch ein Paar aus Kolumbien". Neu im Programm sind die U21-Tänzerinnen und -tänzer, "so dass wir am Mittwoch einen tollen Jugend- und Nachwuchstag präsentieren, das sind rund 200 Paare und das wird super interessant!". Körner meldet steigende Zahlen bei den Senioren, "im Standardbereich schießen die Zahlen nach oben, bei Latein gibt es einen kleinen Knick".

Bei der Europameisterschaft im Boogie Woogie sind bei den Junioren gleich fünf deutsche Paare am Start. "Unsere beiden Spitzen-Paare Magdalena Schmid und Anton Grassl sowie Nicola Götzer und Paul Siegl, beide aus Bayern, sind über ihre Top-10-Platzierung qualifiziert, und somit haben wir die drei noch freien Plätze für nachrückende Paare genutzt - das ist ihr erstes internationales Turnier und wir sind sehr gespannt", blickt Katrin Kerber (München), die Präsidentin des Deutschen Rock'n'Roll- und Boogie-Woogie-Verbandes (DRRB), voraus. Für Theresa Sommerkamp und Elian Preuhs, die Deutschen Meister von 2017 - sie pausierten aus schulischen Gründen zuletzt ein Jahr lang -, ist Stuttgart über eine Wild Card das Startturnier für 2019 "und wir sind sehr gespannt auf ihr Abschneiden". Bei den Senioren "fallen wir leider immer mehr zurück, ein oder zwei Finalplätze sind vielleicht möglich, aber mit großer Wahrscheinlichkeit kein Titel". In der Main Class gehen Valerie Reiß und Christoph Pecher mit dem Ziel "Semifinale" an den Start.

Marius-Andrei Balan und Khrystyna Moshenska wollen ihren Titel verteidigen

Nach den beiden zweiten Plätzen bei den GOC 2016 und 2017 jeweils hinter den Weltmeistern und Weltranglisten-Ersten Gabriele Goffredo und Anna Matus aus Moldawien gelang Marius-Andrei Balan und Khrystyna Moshenska vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim im vergangenen Jahr endlich der ganz große Wurf - der Sieg im Swarovski WDSF GrandSlam Latein der Amateure. Der 28-jährige gebürtige Rumäne tanzt seit 2014 mit seiner in der Ukraine geborenen Partnerin (29) für Deutschland. Hier sind sie die unangefochtene Nummer 1, in der Welt rangieren sie aktuell auf dem zweiten Platz. Die WM-Dritten von 2017 und Vize-Europameister 2018, sicherten sich zuletzt bei den Europameisterschaften die zweite Silbermedaille nach 2016.

Auch Zuschauer, die an den ersten Turniertagen ins KKL kommen, werden Tanzsport der Spitzenklasse erleben: "An den fünf Tagen präsentieren wir zwischen sechs und elf Finals", erklärt GOC-Pressesprecherin Petra Dres (Speyer) und verrät außerdem: "Tanzinteressierte, die aus irgendwelchen Gründen nicht persönlich im KKL vor Ort sind, können dennoch alle Wettbewerbe verfolgen - sportdeutschland.tv sendet live aus dem Hegelsaal und ist über unsere Homepage abrufbar!"

Weitere Informationen

Eintrittskarten gibt es im Internet unter www.goc-stuttgart.de. Dort sind auch Informationen zu Eintrittspreisen sowie Hallenpläne hinterlegt. Tageskarten für Sitzplätze kosten zwischen 47 und 77 Euro und für Stehplätze 34 Euro, Kinder (von sechs bis 15 Jahren) zahlen 18 Euro. Dauerkarten sind zwischen 170 und 360 Euro erhältlich. Den VIP-Lounge-Zugang (nur in Verbindung mit Dauerkarten) gibt es für 310 Euro. Alle Preise verstehen sich zuzüglich zehn Prozent Vorverkaufsgebühr, maximal 15 Euro.