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Informationen und Diskussion über Suizidprävention in Stuttgart

02.10.2019 Aktuelles
Das Sozialamt lädt gemeinsam mit dem Gemeindepsychiatrischen Verbund Stuttgart am Donnerstag, 10. Oktober, zu einem Informations- und Gesprächsabend über "Suizidprävention - seelische Gesundheit und psychosoziale Versorgung in der Landeshauptstadt Stuttgart" ein. Die Veranstaltung im Haus der Diakonie der Evangelischen Gesellschaft (eva), Büchsenstraße 34/36, beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Erst vor einem Monat erinnerte der Welt-Suizid-Präventionstag am 10. September daran, wie wichtig es ist, Menschen in schweren Lebenskrisen zu helfen. Nun ist auch der diesjährige Welttag für seelische Gesundheit der Suizidprävention gewidmet.

Welche Einrichtungen und Dienste gibt es in Stuttgart? Wie können diese Angebote weiterentwickelt werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Abends, der mit einem Grußwort von Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, eröffnet wird.

Den Einführungsvortrag zum Thema "Suizidprävention und seelische Gesundheit" hält Professor Elmar Etzersdorfer, Facharzt für Psychiatrie und Leiter des Furtbachkrankenhauses sowie Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS).

Weitere Stuttgarter Einrichtungen sind mit Referenten vertreten: Martina Rudolph-Zeller von der Evangelischen Telefonseelsorge, Hanns Günther von der Notfallseelsorge, Stefanie Sekler-Dengler vom Krisen- und Notfalldienst, Christa Wenzelburger vom Arbeitskreis Leben und Ute Müller-Ridinger vom Caritasverband.

Der Welttag für seelische Gesundheit wurde 1992 mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeführt. Er soll nicht zuletzt dazu dienen, das Thema seelische Gesundheit in die Wahrnehmung einer breiten Öffentlichkeit zu rücken und eine Stigmatisierung von Menschen mit seelischer Erkrankung zu verhindern.

Nach Angaben der WHO sterben pro Jahr weltweit mehr als 800.000 Menschen an Suiziden. Nach Unfällen sind Suizide die zweithäufigste Todesursache bei jungen Menschen von 15 bis 20 Jahren.

Suizidalität ist ein globales Problem, das die Aufmerksamkeit aller Akteure auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit verdient, einschließlich wissenschaftlicher und beruflicher Organisationen, Nutzerinnen und Nutzer von Diensten und Einrichtungen für psychische Gesundheit sowie Universitäten. Es gibt zahlreiche komplexe Faktoren, die zu einem Suizid beitragen. Am wichtigsten ist jedoch, dass alle Maßnahmen auf Prävention ausgerichtet sind.