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Neue Verkehrsregeln in der Eberhardstraße - Vorboten für "Lebenswerte Stadt für alle"

29.10.2019 Verkehr/Mobilität
Für Auto- und Motorradfahrer gelten in der Eberhardstraße ab sofort neue Verkehrsregeln. Das Amt für öffentliche Ordnung hat die Zufahrtsmöglichkeiten für den motorisierten Verkehr geändert.

Für Kraftfahrzeuge wie auch motorisierte Zweiräder gelten nun folgende Regeln: Lieferverkehr ist zwischen 5 und 11 Uhr zugelassen, Taxen und Menschen mit Behinderung, die einen blauen Parkausweis haben, können weiterhin die Fahrradstraße befahren und auf den ausgewiesenen Stellplätzen parken.

Wer in der Nadlerstraße aus Richtung Rathausgarage in Richtung Hauptstätter Straße fährt, darf die Eberhardstraße nur noch queren und wird über die Dornstraße geradeaus direkt aus dem Quartier herausgeleitet. Diese Regelung gilt noch während der Baumaßnahmen rund um die Eichstraße und den Töpferplatz. Danach wird die Nadlerstraße zwischen Töpferstraße und Eberhardstraße zu einer Fußgängerzone.

Die Zufahrt aus Richtung Marktstraße ab der Einmündung Nadler-/Dornstraße in Richtung Torstraße ist wie bisher für den Kfz-Verkehr nicht zugelassen. Diese bestehende Regelung wird nun durch eine vorgezogene Eckausrundung an der Einmündung Eberhardstraße/Torstraße zusätzlich verdeutlicht. Die entfallenen Stellflächen für Taxen und Motorräder werden in die Hauptstätter Straße verlegt; die entfallene Elektroladestation wird am Wilhelmsplatz installiert.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, sagt: "Im Stadtzentrum gibt es rund 10.000 Parkplätze in Tiefgaragen. Dennoch blockieren Autofahrer den öffentlichen Raum, indem sie nur 'ganz kurz' im Park- oder gar im Halteverbot stehen. Damit gefährden sie Fußgänger und Radfahrer oder besetzen Parkplätze, auf die Menschen mit Behinderungen angewiesen sind. Daher wird die Verkehrsüberwachung diesen Bereich verstärkt in den Blick nehmen."

Hintergrund: Zielbeschluss "Lebenswerte Stadt für alle" für mehr Aufenthaltsqualität innerhalb des Cityrings

Der Gemeinderat hat im Juli 2017 den Zielbeschluss "Eine lebenswerte Stadt für alle" gefasst. Der Rat forderte innerhalb des Cityrings mehr Aufenthaltsqualität und bessere Bedingungen für Fußgänger und Radfahrende sowie den Wegfall der öffentlichen Parkplätze im Straßenraum und den Rückbau entbehrlicher Straßen. Die Zufahrt zu den Parkgaragen und für den Lieferverkehr sowie zu Behindertenparkplätzen bleiben erhalten.

Die Stadt setzt auf mehr Grünflächen, Flächen zum Verweilen ohne Konsumzwang, eine bessere Radinfrastruktur inklusive Abstellmöglichkeiten, mehr Angebot für Kinder und Jugendliche sowie Flächen für Außengastronomie. Laut Amt für Stadtplanung und Wohnen entfallen etwa 350 Kurzzeitparkplätze.