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Überweg auf der B14: Ampeln gehen in Betrieb - OB Kuhn "Zum Stadtraum gehört, dass sich alle komfortabel bewegen können"

21.11.2019 Verkehr/Mobilität
Der neugebaute Überweg auf der B14 ist fertig. Auf Höhe des Landtags können Fußgänger und Radfahrer nun ebenerdig und barrierefrei die Bundesstraße queren. Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau und der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, haben die dazugehörige Ampel am Donnerstag, 21. November, symbolisch in Betrieb genommen.
Kuhn sagte: "Die Unterführung beim Landtag ist nicht barrierefrei und wirkt auch nicht einladend. Das ändern wir mit dem Überweg. Zum Stadtraum gehört, dass sich alle, die ihn nutzen, komfortabel bewegen können. Hinzu kommt: Die Konrad-Adenauer-Straße ist mit sehr interessanten Einrichtungen bespickt, die gut erreichbar sein sollen - auch zu Fuß."

Überweg auf der B14: Ampeln gehen in BetriebVergrößernDer neue Überweg auf der B14 ist mit 33 Metern nun der längste Überweg im Stadtgebiet. Foto: Lichtgut/Leif PiechowskiDer neue Überweg auf der B14 ist mit 33 Metern nun der längste Überweg im Stadtgebiet. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Der Überweg ist eine Alternative für die nicht barrierefreie Unterführung zwischen Staatsgalerie und Oper. Weitere Überwege auf der B14 befinden sich nahe dem Marienplatz auf Höhe Sophienstraße, der Leonhardskirche sowie dem Charlottenplatz. Thürnau sagte: "In 2006 haben wir bereits zwei Überwege auf der B14 realisieren können. Der neue Überweg ist mit 33 Metern nun der längste Überweg im Stadtgebiet. Autofahrer haben zwischen Neckartor und Marienplatz höchstens 13 Sekunden zusätzliche Fahrzeit. Diese Zeit können wir uns aus verkehrstechnischer Sicht gut leisten, das haben die Verkehrssimulationen im Vorfeld gezeigt."

Künftig soll es vom Gebhard-Müller-Platz bis zum Charlottenplatz einen durchgehenden Geh- und Radweg parallel zur Straße geben. So können Radfahrer aus dem Gerichtsviertel schneller in den Akademiegarten und zur Hauptradroute 1 gelangen. Pätzold sagte: "Überall, wo wir bisher Überwege auf Straßen geschaffen haben, gab es eine Belebung des öffentlichen Raums. Fußgänger und Radfahrer haben den Raum neben der Straße wieder für sich in Anspruch genommen. Schritt für Schritt setzen wir so den Zielbeschluss zur 'Lebenswerten Stadt für alle' um."

Am Termin sprach zudem Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle. Sie sagte: "Ich danke Oberbürgermeister Kuhn und der Verwaltung, dass der Überweg realisiert werden konnte. Der Überweg ist ein großer Mehrwert und Zugewinn für die Stadtgesellschaft, insbesondere für die Stadtbezirke Mitte und Ost."

Die Kosten für den Überweg belaufen sich auf 650.000 Euro. Darin enthalten sind sowohl die vorangegangene verkehrstechnische Untersuchung, die Sanierung der Fahrspuren, die Installation von Regeltafeln für die Unterquerung des Charlottenplatzes sowie die bauliche Umsetzung des Überwegs. Das Land bezuschusst die Maßnahme nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) mit 180.000 Euro.