Presse
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Änderungen bei Abfallgebühren 2020

05.12.2019 Gemeinderat
In der Abfallwirtschaft gibt es zum 1. Januar 2020 zahlreiche Änderungen bei den Gebühren und Entgelten. Die Restabfallgebühren werden um durchschnittlich 3,62 Prozent erhöht. Je nach verwendeter Behältergröße schwankt die tatsächliche Erhöhung zwischen 3,53 und 3,85 Prozent. Daraus ergibt sich für die Gebührenzahler eine Gesamtbelastung von 1,8 Millionen Euro. Die Gebühren für Großanfallstellen steigen um durchschnittlich 11,84 Prozent, die Gebühr für Direktanlieferer an der Abfallverbrennungsanlage Münster erhöht sich um 3,83 Prozent. Bei Behälteränderungen steigen die Gebühren bei den 60- bis 120-Liter-Behältern von 46 auf 50 Euro, bei den 1,1 Kubikmeter-Behältern von 58 auf 62 Euro.
Auf der mineralischen Deponie steigen die Entgelte für "Verunreinigten Bodenaushub Klasse 1" von 24 auf 26 Euro, für "Mineralische Schlämme Klasse 1" von 31 auf 33 Euro, für "Sonstige mineralische Schlämme Klasse 1" von 22 auf 24 Euro, für "Asbest" von 74 auf 78 Euro, für "Verunreinigten Bodenaushub Klasse 2" von 34 auf 36 Euro, für "Mineralische Schlämme Klasse 2" von 43 auf 45 Euro, für "Sonstige mineralische Schlämme Klasse 2" von 33 auf 35 Euro und für "Grenzwertige Abfälle Klasse 2" von 40 auf 42 Euro.

Bei Zusatzleerungen von Abfallbehältern durch Mehranfall werden die Gebühren in Abhängigkeit von Behältergröße und Abfallart zwischen 2 Euro erhöht und 4 Euro gesenkt, bei Zusatzleerungen wegen Versäumnis zwischen 2 Euro erhöht und 3 Euro gesenkt sowie bei Zusatzleerungen wegen Falschbefüllung zwischen 2 Euro erhöht und 1 Euro gesenkt

Unverändert bleiben die Gebühren beim Bioabfall, beim Expresssperrabfall, für das Aufstellen von Abfallbehältern bei Festen und Veranstaltungen, bei brennbaren Renovierungsabfällen auf den Wertstoffhöfen sowie bei Mehrmengen von Sperrabfall und Anlieferung an Wertstoffhöfen ohne Karte. Dies hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 5. Dezember beschlossen und die Abfallwirtschaftssatzung, die Hausgebührensatzung sowie die Satzung zur Vermeidung und Entsorgung mineralischer Abfälle entsprechend geändert.

Gründe für die gestiegenen Gebühren sind unter anderem die höhere Subventionierung beim Bioabfall sowie die höheren Behälterkosten und die geringeren Erlöse beim Altpapier. Rund 68 Prozent der Kosten für die Biomüllentsorgung werden über die Restabfallgebühren finanziert.