Presse
  •  

Stadt und Polizei sensibilisieren für mehr Sicherheit in der dunklen Jahreszeit - Bürgermeister Schairer: "Sicher ist, wer sichtbar ist"

06.12.2019 Verkehr/Mobilität
Polizeibeamte der Fahrradstaffel und des Referats Prävention haben am Freitag, 6. Dezember, zwischen 7 und 8 Uhr in den Oberen Schlossgartenanlagen Radfahrer kontrolliert. Im Fokus standen die gute Erkennbarkeit von Radfahrern und die richtige Beleuchtung des Fahrrads. Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, und Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, machten sich ein Bild von der Aktion. Begleitet wurden sie von der Leiterin der Stuttgarter Verkehrspolizei, Claudia Rohde.

Fahrradkontrolle in den Oberen Schlossgartenanlagen am 6. DezemberClaudia Rohde, Leiterin der Stuttgarter Verkehrspolizei, Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, und Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, machten sich ein Bild von der Aktion. Foto: Thomas Hörner/Stadt StuttgartBürgermeister Schairer sagte: "Radfahren ohne Beleuchtung ist lebensgefährlich. Die Kontrollen sind angesichts des zunehmenden Radverkehrs notwendig und die Polizei geht hier mit viel Fachwissen und Fingerspitzengefühl vor. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit ist es für Radfahrer wichtig, gesehen zu werden. Es gilt das Credo: Sicher ist, wer sichtbar ist."

Die Kontrollstellen im Oberen Schlossgarten lagen auf der Hauptradroute 1. Sie ist eine der meistbefahrenen Routen in der Stuttgarter Innenstadt. Die Landeshauptstadt arbeitet kontinuierlich daran, das Radwegenetz auszubauen und die Services für Radfahrer zu erweitern. So soll Radfahren in Stuttgart noch attraktiver und sicherer werden. Bürgermeister Pätzold sagte: "Unsere Bemühungen zeigen Erfolg und es gibt immer mehr Radlerinnen und Radler - gerade auch im Winter. Das ist natürlich sehr erfreulich und spornt uns an. Die Sicherheit der Radfahrenden und das rücksichtsvolle Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ist uns dabei sehr wichtig und wir sind aktiv dran, das Thema weiter zu verfolgen."

Ziel der Kontrolle war es insbesondere, Radfahrer für mehr Sichtbarkeit zu sensibilisieren. Insgesamt wurden 156 Radfahrerinnen und Radfahrer von der Polizei angesprochen. Fünf waren ohne Licht unterwegs. Diese zeigten sich einsichtig. Die Polizei setzte vorerst auf Information und verzichtete darauf, Bußgelder zu verhängen. Wer bei Dunkelheit kein Licht hatte, musste sein Rad nach der Kontrolle schieben.

Kampagne "Miteinander läuft's besser"

Zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart und der Polizei warb der ADFC Stuttgart für die richtige Einstellung des Fahrradlichts. Dies konnte vor Ort getestet und optimiert werden. Wer ein verkehrssicheres Fahrrad vorweisen konnte, bekam eine süße Belohnung in Form von Schokolade. Außerdem wurden neongelbe Rucksacküberzieher an die Radfahrer verteilt. Sie sollen Autofahrer daran erinnern, beim Überholen den Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten.

Polizeidirektorin Rohde sagte: "Nach dem deutlichen Anstieg bei den Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Radfahrern im Jahr 2018 stimmt uns die aktuelle Zwischenbilanz zuversichtlicher. Um diesen Trend aufrecht zu erhalten setzten wir bei unseren aktuellen Kontrollen ein besonderes Augenmerk auf die Sensibilisierung rund um das Thema 'Erkennbarkeit'. Neben einer verkehrsgerechten Beleuchtung am Fahrrad ist auch das Tragen von heller, möglichst reflektierender Kleidung ein wichtiger Baustein für die Sicherheit der Radfahrenden."

Die Aktion ist Teil der Kampagne "Miteinander läuft's besser". Die Kampagne wirbt für ein Miteinander aller Verkehrsteilnehmer auf Augenhöhe und macht durch unterschiedliche Aktionen auf Gefahren und Risiken aufmerksam. Weitere Schwerpunkte der Kampagne werden sein: Sicherheit im Radverkehr, Toter Winkel und Sicherheit auf Pedelecs.