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Stuttgart trägt weiterhin den Titel Fairtrade-Stadt

16.12.2019 Aktuelles
Die Landeshauptstadt darf auch für die nächsten zwei Jahre den Titel "Fairtrade-Stadt" für sich beanspruchen. Dank erfolgreicher Re-Zertifizierungen vieler Stadtbezirke und der ersten Re-Zertifizierung der Gesamtstadt im Jahr 2015 sind die Kriterien für den Titel weiterhin erfüllt.
Stuttgart wurde am 2. Oktober 2013 als 200. Stadt Deutschlands zur Fairtrade-Stadt zertifiziert - zunächst limitiert auf zwei Jahre. Im September 2015 erfolgte die erste Re-Zertifizierung, im Oktober 2019 wurde der Titel für die nächsten zwei Jahre verliehen.

Es gab in den vergangenen vier Jahren viele zentral und dezentral organisierte Fairtrade-Veranstaltungen und Aktivitäten im Rathaus und in den Bezirken sowie - als besonderes Highlight - seit 2014 den erfolgreichen Betrieb des "Welthauses Stuttgart" mit Welcome Center, Weltladen, Globalem Klassenzimmer, Weltcafé und Weltwerkstatt, der zur Re-Zertifizierung beigetragen hat.

Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, sagt: "Die Titelerneuerung haben wir mit vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern gerne erarbeitet. Die Stadt Stuttgart wird angesichts der weltweiten ungleichen Verteilung der materiellen Güter und Lebensbedingungen den Gedanken des Fairen Handels weiterverbreiten und dadurch für etwas mehr Gerechtigkeit sorgen."

Einige Stuttgarter Schulen haben sich in den vergangenen vier Jahren als "Fairtrade-Schools" zertifiziert. Die Bezirksämter beteiligten sich an Fairtrade-Aktionstagen wie Banana Fairday, Coffee Fairday oder Faire Rosen. Die "Faire Woche" wird jedes Jahr im September mit Ausstellungen und Veranstaltungen organisiert, die Stadt wirkt mit bei Vortragsveranstaltungen der Kampagne "Fair macht Schule". 2016 wurde mit der Kampagne "Faire Grabsteine" auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, Grabsteine aus fairem Handel oder regionale Produkte zu beziehen.

Zusammen mit der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg und Engagement Global wurde 2017 das breit aufgestellte Agenda-2030-Bündnis "mEin Stuttgart - mEine Welt" unter Koordination des Welthauses gegründet, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) stärker in der Stadtgesellschaft zu verankern und für eigenes Handeln zu mobilisieren. Dazu zählt die Durchführung von regelmäßigen Veranstaltungen im Rahmen der Fairen Woche mit Vertreterinnen und Vertretern von Fair Trade aus dem globalen Süden.

Für dieses Engagement erhielt die Stadt zusammen mit den Kooperationspartnern 2017 zum zweiten Mal hintereinander in der Kategorie "Große Kommune" den ersten Preis der landesweiten Initiative "Meine.Deine.Eine Welt" der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit.

Auch bei der eigenen kommunalen Beschaffung handelt die Stadt ökologisch und fair. Bezogen werden nur Produkte ohne ausbeuterische Kinderarbeit, sowie Produkte, die nachhaltig, biologisch und klimafreundlich hergestellt werden. Die Neufassung der städtischen Beschaffungs- und Vergabeordnung verpflichtet die Verwaltung seit dem 1. Januar 2015 bei Beschaffungen und Vergaben ökologische und soziale Kriterien zu berücksichtigen.