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Umweltpreis 2019 in drei Kategorien verliehen

18.12.2019 Umwelt
Für den Umweltpreis 2019 hat die Stadt Stuttgart Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Verbände und Initiativen zur Teilnahme aufgerufen. Unter dem Motto "Lass es blühen!" wurden Projekte und Maßnahmen zum Schutz einheimischer Insekten und zum Erhalt ihrer Lebensgrundlagen gesucht. Inzwischen wurden die Gewinner nominiert und bekamen am 18. Dezember die Siegerurkunden durch Umweltbürgermeister Peter Pätzold überreicht.
Dabei betonte Pätzold, der Rückgang der Insektenarten sowie der Anzahl an Tieren sei ein weltweites Problem. Die Lösung dafür müsse jedoch auch auf nationaler und lokaler Ebene angegangen werden. "Es sind die vielen kleinen Maßnahmen, die in der Summe einen großen Beitrag zum Schutz unserer Insekten bieten", so der Bürgermeister weiter.

Die Preise wurden in den drei Kategorien "Bürgerinnen und Bürger", "Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen" sowie "Verbände, Vereine und Initiativen" vergeben.

In der ersten Kategorie "Bürgerinnen und Bürger" geht ein Erster Preis an Heike Maresch und Alexander Schmidt, die ihren Garten auf der Wangener Höhe in ein Paradies für Insekten, Vögel und Reptilien verwandelt haben.

In der zweiten Kategorie "Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen" wurde die Garten AG des Geschwister-Scholl-Gymnasiums mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Die insektenfreundliche Umgestaltung des Schulgartens, eine Informationskampagne und ein eigener Eintrag im Internetblog zeigen hier das hohe Engagement der Schülerinnen und Schüler. Der zweite Preis geht an die Steinbachschule und das Schülerhaus: Auch sie haben sich für den Insektenschutz engagiert und im Schulgarten eine Bienenweide eingerichtet. Einen dritten Preis erhält das Kinder- und Familienzentrum des evangelischen Spitalwaldkindergartens in Botnang.

In der Kategorie "Verbände, Vereine und Initiativen" schließlich überzeugte das Garnisonsschützenhaus die Jury und belegte den vordersten Platz mit einem Gesamtkonzept aus Gartengestaltung, Ausstellung und Schulführungen. Auf den zweiten Platz kam der NABU Stuttgart. Die Naturschützer haben sich mit einer Vielzahl von Vorträgen, Führungen und Schulungen dem Schutz von Hummeln und Schmetterlingen angenommen. Zwei dritte Preise gingen an den BUND Kreisverband Stuttgart sowie das Projekt "Sensenschwinger" des Bienenschutz Stuttgart e.V.

Insgesamt hat das Preisgericht aus Gemeinderäten, Vertretern von Naturschutzverbänden sowie der Stadtverwaltung sieben Preise und zwölf Anerkennungen ausgesprochen. Dafür gab es 6000 Euro.

Die Stadt Stuttgart ist mit ihren Ämtern bereits seit langem im Umweltschutz aktiv. So wird etwa die diesjährige Insektenschutz-Kampagne "Lass es blühen!" des Amts für Umweltschutz, die gemeinsam mit zahlreichen Partnern wie BUND, Nabu oder Volkshochschule durchgeführt wird, 2020 fortgesetzt. Und auch das Garten-, Friedhofs- und Forstamt zeigt mit seinen Blühflächen, welche Möglichkeiten es gibt, Naturräume für Insekten in einer Großstadt zu erhalten. Notwendig ist aber immer auch die Mitwirkung von Bürgerschaft, Vereinen und privaten Initiativen.