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Ergänzungsbau Theaterhaus: "pfp architekten" gewinnen Wettbewerb

16.01.2020 Bauen
Der europaweit ausgelobte Architektenwettbewerb für den Ergänzungsbau des Theaterhauses ist entschieden: Das Hamburger Büro pfp architekten hat sich durchgesetzt. Eine Jury aus 21 Stimmberechtigten unter Vorsitz von Wolfgang Riehle, Ehrenpräsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, wählte den Entwurf von pfp einstimmig auf Platz 1.
Ergänzungsbau Theaterhaus: ¿pfp architekten¿ gewinnen WettbewerbVergrößernDer Erste Bürgermeister Fabian Mayer stellte am Donnerstag, 16. Januar, den Siegerentwurf für den Ergänzungsbau vor. Im Bild v.l.: Wolfgang Riehle, Prof. Jörg Friedrich, Christoff Oltmann, Dr. Fabian Mayer, Peter Holzer, Gudrun und Werner Schretzmeier. Foto: Leif Piechowski/Stadt StuttgartDer Erste Bürgermeister Fabian Mayer stellte am Donnerstag, 16. Januar, den Siegerentwurf für den Ergänzungsbau vor. Im Bild v.l.: Wolfgang Riehle, Prof. Jörg Friedrich, Christoff Oltmann, Dr. Fabian Mayer, Peter Holzer, Gudrun und Werner Schretzmeier. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer sagte bei der Vorstellung des Entwurfs am Donnerstag, 16. Januar: "Die Erweiterung des Theaterhausareals ist ein Meilenstein für die Tanz- und Theatermetropole Stuttgart. Wir tragen damit der Produktionsvielfalt des Theaterhauses Rechnung, einer Vielfalt, die beeindruckend wie beliebt ist, was die Zuschauerzahlen belegen." Auch werde die an Relevanz gewinnende Freie Szene unserer Stadt integriert. "Sie findet hier eine Heimat und wird dank der neuen Proben- und Spielstätte sichtbarer." Mayer weiter: "Die Stadt will auch dem Tanz mehr Raum geben. Als vom Bundesförderprogramm Tanzpakt ausgezeichnete Stadt richten wir im Juli das Tanzfestival "Die irritierte Stadt" aus. Dass wir nun eine genaue Vorstellung haben, wie diese neue Kulturstätte künftig aussehen wird, gibt uns auch darüber hinaus einen Zielpunkt."

Der Siegerentwurf überzeugte die Jury durch ein Wechselspiel untereinander verschränkter Kuben. Sie sind ein Abbild der verschiedenen Nutzungen des Erweiterungsbaus. Eine Besonderheit ist der ebenerdige Saal. Die Architektur lehnt sich an die industrielle Ästhetik der ehemaligen Rheinstahlhalle an. Herausfordernd sind die städtebaulichen Voraussetzungen. Der Bau bietet künftig auf 5.800 Quadratmetern Platz für zwei neue Veranstaltungsräume, die Halle T 5 mit rund 600 Zuschauerplätzen und einen Aufführungsraum für die Freie Szene mit rund 150 Plätzen. Hinzu kommen Flächen für Büros, Werkstätten und Lager- und Proberäume sowie eine Tiefgarage mit über 200 Stellplätzen, das genehmigte Budget beläuft sich auf rund 40 Millionen Euro.

Das städtische Hochbauamt wird die Planer nun beauftragen, gerechnet wird mit einem Baustart in 2022, genutzt werden könnte der Bau ab 2025.

Ergänzungsbau Theaterhaus: 'pfp architekten' gewinnen WettbewerbDer Siegerentwurf überzeugte die Jury durch ein Wechselspiel untereinander verschränkter Kuben. Urheber: pfp architekten Das Theaterhaus befindet sich seit 2003 auf dem Pragsattel, dazu wurde die Rheinstahlhalle umgebaut und modernisiert. Unter der Leitung von Werner Schretzmeier entwickelte es sich schnell zu einem Flaggschiff im Stuttgarter Kulturleben. Das Theaterhaus zieht mit seinen 900 Veranstaltungen jährlich rund 350.000 Besucher an. Stadt und Land haben Ende 2019 auf Basis eines Sanierungskonzepts beschlossen, die Förderung zu erhöhen, um das Theaterhaus zukunftsfähig zu machen.