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25 Jahre erfolgreicher Eigenbetrieb Stadtentwässerung - Künftige Herausforderungen sind Klimawandel, Digitalisierung und Umweltziele

22.01.2020 Entsorgung
Über eine Milliarde Euro hat der städtische Eigenbetrieb Stadtentwässerung (SES) in den vergangenen 25 Jahren - seit seiner Gründung am 26. Januar 1995 - in Gewässer-, Umwelt-, und Gesundheitsschutz investiert. Die Investitionen flossen in die Erhaltung und den Neubau von Kanälen und Regenbecken, in die Anlagen zur Abwasserreinigung und Klärschlammverwertung in den vier Stuttgarter Klärwerken sowie in Maßnahmen zur Gewinnung von Energie. Für die nächsten 15 Jahre ist eine weitere Milliarde Euro veranschlagt, um den Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel, Digitalisierung und Umwelt zu begegnen.

SES Klärwerk MühlhausenDas Hauptklärwerk im Stuttgarter Stadtbezirk Mühlhausen ist das größte Klärwerk in Baden-Württemberg. Foto: Michael Fuchs/SES.Anlass der Gründung des Eigenbetriebs waren damals die notwendigen umfangreichen Investitionen, die sich im Haushaltsrahmen der Stadt nicht realisieren ließen. So wurde entschieden, einen Eigenbetrieb zu gründen, der sich unmittelbar aus den Abwassergebühren finanziert. Dies erweist sich bis heute als ein Erfolgsmodell und liegt im Gebührenvergleich der Großstädte bundesweit unter den günstigen Anbietern.

Um mit den sich stetig verschärfenden Vorgaben bei der Abwasserreinigung und Klärschlammbeseitigung Schritt halten zu können, sind in den nächsten Jahren umfangreiche Investitionen in die vier Stuttgarter Klärwerke notwendig. Schwerpunkte sind dabei die Spurenstoffelimination, die Erneuerung der Klärschlammverbrennung und die Anlagenerhaltung. Mit einer verbesserten Eigenenergieproduktion durch Verstromung von Klärgas und optimaler Abwärmenutzung werden die Klärwerke zu "grünen Kraftwerken", die einen Großteil der benötigten Energie zur Abwasserreinigung selbst erzeugen.

Der Digitalisierungsgrad erhöht sich, wie in allen Bereichen, auch im Abwasserwesen und verlangt nach besonderen Sicherheitsanforderungen. Die dafür ausgebildeten IT-Experten sorgen für diesen Schutz und stehen in regelmäßigem Kontakt mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Pressetermin 25 Jahre erfolgreicher Eigenbetrieb StadtentwässerungVergrößernBeim Pressetermin am 22. Januar wurden künftige Ziele, Herausforderungen und Termine des Eigenbetriebs Stadtentwässerung vorgestellt. V.l.: Technischer Bürgermeister Dirk Thürnau, Boris Diehm, Abteilungsleiter Klärwerke und Kanalbetrieb, Jürgen Mutz, designierter neuer Erster Betriebsleiter und Tiefbauamtsleiter, Frank Endrich, kaufmännischer Betriebsleiter, Ekkehardt Schäfer, Abteilungsleiter Entwässerung und Erster Betriebsleiter Wolfgang Schanz. Foto: Jan Potente/SESBeim Pressetermin am 22. Januar wurden künftige Ziele, Herausforderungen und Termine des Eigenbetriebs Stadtentwässerung vorgestellt. V.l.: Technischer Bürgermeister Dirk Thürnau, Boris Diehm, Abteilungsleiter Klärwerke und Kanalbetrieb, Jürgen Mutz, designierter neuer Erster Betriebsleiter und Tiefbauamtsleiter, Frank Endrich, kaufmännischer Betriebsleiter, Ekkehardt Schäfer, Abteilungsleiter Entwässerung und Erster Betriebsleiter Wolfgang Schanz. Foto: Jan Potente/SES
Starkregenereignisse und vermehrte Überflutungsschäden sind Folgen des Klimawandels. Die SES versucht die negativen Auswirkungen durch Informationen an Grundstückseigentümer und durch kommunale Flächenvorhaltung zu reduzieren und damit Gefahren für die Menschen zu verringern.

Der Begriff des Gemeinwohls wird oft gebraucht - dementsprechend unterschiedlich wird er definiert. Die SES hat eine klare Vorstellung, was sie unter Gemeinwohl-Zielen versteht. Diese wurden und werden nach ethischen Werten und ökologischen Maßnahmen definiert und entwickelt, um nachweisbar einen Beitrag zu einer lebenswerten Welt zu leisten. Und damit das Grundbedürfnis der Bevölkerung nach Wohlbefinden, Gesundheit und Hygiene zu erfüllen und dafür zu sorgen, dass auch nachfolgende Generationen gute Lebensgrundlagen vorfinden.

Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

Im Jubiläumsjahr 2020 will die SES den Bürgerinnen und Bürgern die vielfältigen und spannenden Aufgaben der Stadtentwässerung näherbringen. Am Samstag, 21. März, gibt es im Rahmen der "Langen Nacht der Museen" mit der Öffnung des Regenüberlaufbeckens am Schwanenplatz erstmals die Möglichkeit, selbst in eine unbekannte Unterwelt einzusteigen. Neben dem Studenten- und dem Auszubildenden-Tag im Hauptklärwerk Mühlhausen gibt es auch für kleine Entdecker die Möglichkeit, viele spannende Dinge zu erleben: so etwa beim Türöffner-Tag mit der Maus im Zentrallabor des Hauptklärwerks Mühlhausen oder beim Kinder- und Jugendfestival am Eckensee. Die SES wird zu bevorstehenden Veranstaltungen regelmäßig über die Medien der Landeshauptstadt Stuttgart sowie über die Tagespresse informieren. Weitere Infos unter www.stadtentwaesserung-stuttgart.de