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Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik beschließt Carsharing-Konzept

28.01.2020 Verkehr/Mobilität
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hat am Dienstag, 28. Januar, einstimmig das "Konzept für die Förderung des stationären Carsharings in der Landeshauptstadt Stuttgart" beschlossen.
Das Konzept sieht vor, noch mehr Carsharing-Stellplätze im öffentlichen Raum zu schaffen. In allen Stadtbezirken soll es künftig Stationen in zentralen, gut sichtbaren Lagen - vorzugsweise in der Nähe von ÖPNV-Knotenpunkten - geben.

Das Carsharing-Gesetz, das am 1. September 2017 in Kraft getreten ist, eröffnet den Städten konkrete Möglichkeiten für eine verbesserte und vereinfachte Carsharing-Förderung. So ermöglicht das Gesetz erstmals die Bevorrechtigung dieser Mobilitätsform im öffentlichen Raum. Für Carsharing-Anbieter, die ihre Fahrzeuge an festen Stationen bereitstellen, können Städte exklusiv Stellplätze im öffentlichen Straßenraum einrichten.

Als eine der ersten Städte bundesweit hat die Landeshauptstadt Stuttgart öffentliche Pkw-Stellplätze als Carsharing-Stellplätze ausgewiesen. Im Zuge eines Pilotprojekts sind in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 32 Carsharing-Stellplätze in verschiedenen Stadtbezirken eingerichtet worden.

Die Erkenntnisse, die bei dem Pilotprojekt gewonnen wurden, sind in die Gesamtkonzeption zur Förderung des stationären Carsharings im öffentlichen Straßenraum eingeflossen. Erstellt wurde das Konzept von der Stadtverwaltung, das Öko-Institut e.V. hat die Ausarbeitung wissenschaftlich begleitet.

Darin werden die Kriterien für die Einrichtung beziehungsweise die Vergabe von öffentlichen Verkehrsflächen an Carsharing-Anbieter festgelegt, "Spielregeln" und einheitliche Zugangskriterien geschaffen sowie Vorgaben für die Einrichtung, Gestaltung und Sicherheit der Abstellplätze im öffentlichen Raum formuliert.

Im nächsten Schritt wird es ab Mitte 2020 ein Interessenbekundungsverfahren für Carsharing-Stellplätze in weiteren Stadtbezirken geben.