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Coronavirus: Stuttgart bislang nicht beeinträchtigt - "Öffentliches Leben normal fortsetzen"

03.02.2020 Gesundheit
Bislang ist in Stuttgart, wie auch in Baden-Württemberg, kein Fall einer Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Gesundheitsbehörden sind wachsam, zugleich sehen sie keine Beeinträchtigung der öffentlichen Gesundheit in Stuttgart.

Prof. Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, sagte: "Es ist zu unterscheiden zwischen tatsächlichen und entfernten Gefährdungen der öffentlichen Gesundheit. Aktuell registrieren wir eine Grippewelle in Baden-Württemberg, demnach ist es wahrscheinlicher an einer Influenza zu erkranken als am Coronavirus." Allein im vergangenen Jahr seien 2000 Fälle von Influenza-Erkrankungen in Stuttgart registriert worden. Ehehalt weiter: "Wir haben eine dynamische Lage, beobachten daher die Situation in Stuttgart sehr genau und tauschen uns kontinuierlich mit den Stuttgarter Kliniken und dem Landesgesundheitsamt aus." Sein Rat: "Einzelne Meldungen sollten nicht beeindrucken: Jeder kann seinen Alltag im öffentlichen Leben normal fortsetzen. Unsere Botschaft ist: Die Behörden sind vorbereitet." Das Klinikum Stuttgart ist mit seinem interdisziplinären Team auf die aktuelle Situation und die erforderliche Diagnostik und Therapie gut vorbereitet.

Der öffentliche Gesundheitsdienst Baden-Württemberg ermittelt im Verdachtsfall Kontaktpersonen im Umfeld, um die weitere Ausbreitung einzudämmen. Weiterhin ist das Gesundheitsamt Stuttgart entsprechend der aktuellen Empfehlungen der nationalen und internationalen Fachbehörden beratend tätig.

Infektionen vorbeugen

Grundsätzlich sind einige einfache hygienische Regeln beachtenswert: Beim Husten oder Niesen sollten Mund und Nase bedeckt sein und dabei möglichst in die Armbeuge gehustet oder geniest werden. So kommt es nicht zur Weiterverbreitung von Viren über kontaminierte Hände. Eine gute persönliche Hygiene ist wichtig, insbesondere das Händewaschen. Zum Schnäuzen sollten Einmaltaschentücher verwendet und diese möglichst direkt entsorgt werden. In Anbetracht der beginnenden Grippewelle ist auch eine Impfung gegen saisonale Influenza sehr empfehlenswert.

Vorgehen bei Verdachtsfällen

Personen, die sich in einem Risikogebiet (= Chinesische Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang. Stand 08.02.2020) aufgehalten haben oder Personen, die Kontakt mit einer am neuartigen Coronavirus erkrankten Person hatten, und innerhalb von 14 Tagen akute respiratorische Symptome jeder Schwere mit oder ohne Fieber entwickeln, sollten ihre Ärztin oder ihren Arzt aufsuchen. Wichtig ist vorher anzurufen, um den Praxis-/Krankenhaus-Besuch anzukündigen. In der Zwischenzeit sind Kontakte zu Mitmenschen so weit wie möglich einzuschränken, inklusive in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Wartebereichen.

Allgemeine Verhaltenshinweise sind auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung abrufbar: www.infektionsschutz.de

Das Robert-Koch-Institut stellt eine umfangreiche und aktuelle Fragen-und-Antworten-Liste zum Coronavirus zur Verfügung.

In einem Infoblatt des Bundesinstituts für Risikobewertung (PDF) wird der Frage nachgegangen, ob das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Spielzeug übertragen werden kann.

Weitere Informationen für Bürgerinnen und Bürger sowie speziell für Schulen und Kitas sowie für Pflegeheime bieten Informationsblätter zum Coronavirus des Gesundheitsamts Stuttgart. Diese werden laufend aktualisiert.

(Hinweis: Dies ist eine aktualisierte Version der Pressemitteilung vom 29.01.2020)