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IAA-Bewerbung: Stadt und Messe erläutern Stuttgarter Konzept

30.01.2020 Verkehr/Mobilität
Bei der Suche nach einer Ausrichter-Stadt für die nächste Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) ist Stuttgart ausgeschieden. Das hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch, 29. Januar, bekannt gegeben. Die Landeshauptstadt Stuttgart, das Land Baden-Württemberg und die Messe Stuttgart hatten ihr Konzept vergangene Woche der VDA-Jury präsentiert.
"Stuttgart ist mit einer guten, innovativen und lebendigen Bewerbung ins Rennen gegangen", sagte Dr. Michael Münter, Leiter des Referats Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität. Gemeinsam mit dem zukünftigen Messe-Geschäftsführer Stefan Lohnert hat er am Donnerstag, 30. Januar, die Schwerpunkte der Stuttgarter Bewerbung vorgestellt.

Die Stuttgarter Bewerbung trug den Titel "Auto - Klima - Zukunft". Referatsleiter Münter erklärte: "Den Dreiklang haben wir gewählt, weil das Auto in Stuttgart erfunden und weiterentwickelt wurde. Heute stehen wir vor den Herausforderungen des Klimawandels, die wir gemeinsam anpacken wollen. Bei uns in Stuttgart werden dabei die Transformation der Automobilindustrie und die Zukunft von Mobilität sichtbar."

Stuttgart hatte ein mehrteiliges Konzept vorgelegt: So sollte es auf dem Gelände der Messe Stuttgart eine klassische Automobilmesse, den "IAA Summit", vorrangig für ein Fachpublikum geben. Diese Fachmesse wäre durch einen sogenannten "Open Space" auf dem Wasen-Gelände ergänzt worden. Hier waren unterschiedliche Mobilitätsangebote zum Schauen und Mitmachen für die breite Bevölkerung vorgesehen, zum Beispiel eine Teststrecke für Mikromobilität oder autonomes Fahren. Zusätzlich hätten Besucher auf verschiedenen Plätzen in der Innenstadt eine "Mini-IAA" erleben können. Dafür wären vier "Urban Hubs" in der Stadt eingerichtet worden: auf dem Schlossplatz, dem Charlottenplatz, dem Marienplatz und dem Wilhelmsplatz. Ein Transfer hätte den "IAA Summit" auf dem Messegelände und die urbanen IAA-Standorte miteinander verbunden: beispielsweise über S-Bahn- und Stadtbahn-Verbindungen, mittels unterschiedlicher Themenbusse oder über eine geführte Fahrrad- und E-Bike-Route.

Michael Münter sagte: "Mit unserem Konzept brauchen wir uns nicht zu verstecken. Wir gehen erhobenen Hauptes und akzeptieren natürlich, dass unsere Ideen offenbar nicht der neuen IAA entsprochen haben, wie sie sich der VDA vorstellt." Das Stuttgarter Exposé zeige, wie vielfältig die Stadt aufgestellt ist. "Die Themen Mobilität und Transformation stehen bei uns auch weiterhin ganz oben auf der Agenda. In Stuttgart wird bereits viel umgesetzt und vieles darüber hinaus ist in Planung", meinte Münter. Weiter sagte er, die IAA-Bewerbung habe der Stadt zusätzlichen Auftrieb gebracht: "Wir haben neue Ideen und mögliche Kooperationen für zukünftige Projekte gewonnen und Kontakte geknüpft, die wir weiterverfolgen werden. Diesen Schwung wollen wir nutzen, unabhängig davon, ob die IAA bei uns stattfindet oder nicht."

Der zukünftige Messe-Geschäftsführer Stefan Lohnert sagte: "Es war ein fairer Wettbewerb mit harter, hochkarätiger Konkurrenz, bei dem man auch einmal nicht zum Zug kommen kann. Mein Gefühl ist, dass es ein, zwei Rahmenbedingungen gab, die nicht gepasst haben. Das Thema Automobil ist ein zentrales Thema bei zahlreichen unserer Veranstaltungen. Die Messe Stuttgart hat die Branchenkompetenz. Wir lassen uns von der Entscheidung nicht entmutigen. Unser Konzept ist gut. Jetzt geht es darum, die gemeinsame Energie in neue Projekte zu leiten."

Stuttgart konkurrierte mit sechs Städten um die Ausrichtung der IAA: Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln und München. Mit Berlin, Hamburg und München wird der VDA weitere Gespräche führen. Voraussichtlich Anfang März entscheidet der Verband, wer den Zuschlag für die IAA ab 2021 erhält.

Die Präsentation können Sie hier herunterladen:
IAA-Bewerbung: Stadt und Messe erläutern Stuttgarter Konzept (PDF)