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Leuchtentausch auf der Königstraße: Stadt setzt auf LED

12.02.2020 Aktuelles
Moderne LED-Leuchten erhellen zukünftig die Königstraße. Der Austausch ist Teil der städtischen Strategie, den Energieverbrauch der Straßenbeleuchtung weiter zu senken. Dirk Thürnau, Technischer Bürgermeister, hat die Maßnahme am Mittwoch, 12. Februar, an einer der ersten umgestalteten Leuchte auf der Königstraße erläutert.

Thürnau sagte: "Bis spätestens 2050 will die Landeshauptstadt klimaneutral werden. Dazu wollen wir auch mit einem niedrigen Energieverbrauch der Straßenbeleuchtung beitragen. Hier sind wir bereits auf einem guten Weg, wir wollen aber noch mehr erreichen. Mit der neuen LED-Strategie soll das Stadtgebiet in 2030 ausschließlich durch moderne LED-Leuchten erhellt werden."

Leuchtentausch auf der Königstraße: Stadt setzt auf LEDVergrößernLinks: Umweltamtsleiter Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Technik-Bürgermeister Dirk Thürnau und Harald Hauser, Technischer Geschäftsführer Stuttgart Netze (v.l.), mit dem neuen Leuchten-Element. Foto: Stadt Stuttgart. Rechts: Die neuen LED-Leuchten auf der Königstraße bei Nacht. Foto: Leif Piechowski/Stadt StuttgartLinks: Umweltamtsleiter Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Technik-Bürgermeister Dirk Thürnau und Harald Hauser, Technischer Geschäftsführer Stuttgart Netze (v.l.), mit dem neuen Leuchten-Element. Foto: Stadt Stuttgart. Rechts: Die neuen LED-Leuchten auf der Königstraße bei Nacht. Foto: Leif Piechowski/Stadt Stuttgart
Die bisherigen konventionellen Leuchtmittel werden durch speziell für Stuttgart entwickelte LED-Leuchten ausgetauscht. Gleichzeitig erhalten die 241 gestalterischen Leuchten ein modernes Design. Die Stadt will damit jährlich circa 59.000 kWh Strom einsparen, was 73 Prozent des bisherigen Stromverbrauchs für die Beleuchtung der Königstraße entspricht.

In den Austausch investiert die Stadt rund 370.000 Euro. Davon werden 220.000 Euro über das stadtinterne Contracting des Amts für Umweltschutz vorfinanziert. "Ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz und ein weiterer Schritt auf unserem Weg zu einem klimaneutralen Stuttgart", so der Leiter des Amts für Umweltschutz, Dr. Hans-Wolf Zirkwitz. Mit den Arbeiten soll Mitte Februar begonnen werden.

LED-Strategie 2030

Innerhalb der letzten zehn Jahre sank der jährliche Energieverbrauch der Straßenbeleuchtung von 27,1 Millionen kWh durchschnittlich pro Jahr um etwa 2,5 Prozent auf 21,3 Millionen kWh, im Jahr 2019 sogar um 940.000 kWh bzw. 4,22 Prozent. So konnte der jährliche Energieverbrauch über die Jahre insgesamt um über 20 Prozent reduziert werden. Um ihn weiter zu senken, haben Tiefbauamt, Amt für Umweltschutz und Stuttgart Netze gemeinsam die LED-Strategie 2030 entwickelt.

Die jährlich auf LED umzurüstenden Leuchten sollen von bisher 2.000 Leuchten auf 3.500 Leuchten erhöht werden. Das Konzept sieht außerdem vor, diese Zahl in den folgenden Jahren um weitere 500 Leuchten pro Jahr zu erhöhen. Die Erhöhung der Stückzahl wird über zusätzliche verwaltungsinterne Contracting-Mittel finanziert. Ziel ist es, bis 2030 das gesamte Stadtgebiet mit modernen LED-Leuchten auszustatten.

Stadtinternes Contracting für energiesparende Maßnahmen

Seit 1995 gibt es in Stuttgart das Modell des stadtinternen Contractings. Dabei finanziert das Amt für Umweltschutz wirtschaftliche Investitionen vor, mit denen sich Energie und Wasser einsparen lassen. Die erzielten Einsparungen fließen anschließend so lange an das Amt zurück, bis die jeweilige Investition abbezahlt ist. Das Amt für Umweltschutz gewährt so ein zweckgebundenes, zinsloses Darlehen an die Fachämter der Verwaltung.

Über 400 Einzelprojekte konnten durch das stadtinterne Contracting bereits realisiert werden. Die Größenordnungen der Projekte reichen von wenigen Tausend Euro, zum Beispiel für die Erneuerung von Beleuchtungen oder Verbesserungen der Regeltechnik, bis zu mehreren Hunderttausend Euro zur Dämmung von Dächern oder zum Bau von Holzheizungen und Blockheizkraftwerken.