Presse
  •  

Stadt weist Vorstoß zum Königin-Katharina-Stift zurück - BM Fezer warnt vor Verunsicherung der Schulgemeinschaft

14.02.2020 Aktuelles
Das Königin-Katharina-Stift ist ein Traditionsgymnasium in der Stuttgarter Innenstadt mit gleichbleibend stabiler Schülerentwicklung und hoher Auslastung. Als eines von 25 Gymnasien in Trägerschaft der Landeshauptstadt Stuttgart ist es in die städtische Schulinfrastruktur eingebettet und somit unverzichtbar. Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Freitag, 14. Februar, mitgeteilt, dass sie am heutigen Standort der Schule festhält und eine Verlagerung oder Schließung der Schule ausschließt. Die Stadt reagiert damit auf den neuerlichen Vorstoß des Vereins Aufbruch Stuttgart.
Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, sagte: "Das Königin-Katharina-Stift bleibt an seinem aktuellen Standort. Der wiederholte Vorstoß führt zu keinem anderen Ergebnis, sondern nur zu einer Verunsicherung der Schulgemeinschaft."

Fezer betonte, die immer wieder vorgebrachte Verlagerung des Königin-Katharina-Stifts an den ehemaligen Standort der Neckar-Realschule würde mit einer deutlichen Verschlechterung sowie Verringerung der Kapazitäten der Schule einhergehen.

"Das Königin-Katharina-Stift wird an seinem attraktiven, traditionsreichen und sehr gut geeigneten Standort noch eine lange Zukunft mit wachsenden Schülerzahlen haben", prophezeite die Bürgermeisterin. Der frühere Realschulstandort oberhalb des Wagenburg-Tunnels biete sowohl hinsichtlich des Grundstücks als auch bezogen auf die zur Verfügung stehenden Unterrichtsräume eine lediglich halb so große Fläche im Vergleich zum derzeitigen Standort des Königin-Katharina-Stifts. Fezer sagte: "Eine derartige Verkleinerung des Gymnasiums ist für die Stadt keine Option."

In Stuttgart und speziell in der Innenstadt besteht seit Jahren ein hoher gymnasialer Bedarf. Aufgrund weiterhin steigender Schülerzahlen und anhaltend hoher Übertrittsquoten auf die Gymnasien von durchschnittlich fast 60 Prozent sind an den städtischen Gymnasialstandorten bereits heute keine Spielräume vorhanden. Betrachtet man die prognostizierte Einwohnerentwicklung für das kommende Jahrzehnt ist bereits heute absehbar, dass der gymnasiale Bedarf in der Landeshauptstadt weiter zunehmen wird.

Die Landeshauptstadt Stuttgart ist als kommunale Schulträgerin von derzeit rund 160 Schulen zur Bereitstellung ausreichender schulischer Infrastruktur verpflichtet. Durch die Aufgabe von Schulstandorten, nicht nur im gymnasialen Bereich, würde eine bedarfsgerechte Schulversorgung gefährdet.