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TANZPAKT Stuttgart - Impulse für die Freie Tanz- und Theaterszene

18.02.2020 Kultur
Performances, Aktionen, Stadtspaziergänge und Installationen für den Tanz: Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund und der Landeshauptstadt stehen Stuttgart auf dem Weg zur Tanzstadt spannende Ereignisse mit ungewöhnlichen Performances bevor: Nach "Stuttgart Solo Choreo" innerhalb des internationalen Solo-Tanz-Theater Festivals im März, bei dem Choreografinnen und Choreografen aus Stuttgart und der Region zeitgenössische Solostücke präsentieren, findet im Rahmen von TANZPAKT Stuttgart im Sommer vom 21. bis 26. Juli das neue interdisziplinäre Festival "Die irritierte Stadt" statt.

Motiv TANZPAKT Stuttgart - Freie Tanz- und TheaterszeneIm Mittelpunkt des interdisziplinären Festivals 'Die irritierte Stadt' steht das Verhältnis von Bewegung und öffentlichem Raum. Foto: Daniela Wolf
Das Festival bringt die zeitgenössischen Künste Tanz, Theater und Musik sowie Literatur, Film und Bildende Kunst in Austausch und macht sie durch partizipative Projekte im gesamten Stadtgebiet einem breiten Publikum zugänglich. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis von Bewegung und öffentlichem Raum. Dabei gehen die Künste einen Dialog mit der Stadtgesellschaft ein, begeben sich hinaus in den Stadtraum und entwickeln Perspektiven für ein Zusammenleben in der Stadt. Insgesamt wurden für das Festival mehr als 20 Projekte durch eine internationale Ausschreibung ausgewählt. Tänzerinnen und Tänzer, Chöre sowie die gesamte Stadtgesellschaft sind eingeladen, an dem stadtweiten Fest der Künste mitzuwirken.

Die Idee zum Festival "Die irritierte Stadt" stammt aus der Feder von Musik der Jahrhunderte, Theater Rampe und der Akademie Schloss Solitude, die sich schon länger mit dem Konzept eines kooperativen interdisziplinären Festivals befasst haben. Mit dem städtischen Kulturamt, der Akademie Schloss Solitude, der Freien Tanz- und Theaterszene Stuttgart, Musik der Jahrhunderte, dem Produktionszentrum Tanz und Performance sowie dem Theater Rampe haben sie das Bündnis TANZPAKT Stuttgart geschlossen. Das Festival bildet den sichtbaren Höhepunkt dieser Kooperation.

Strukturelle Stärkung der Freien Tanz- und Performance-Szene

Ein Fokus des Gesamtprojekts liegt dabei auf der strukturellen Stärkung der Freien Tanz- und Performance-Szene. Zusätzliche Probenräume und mehr Personal für das Produktionszentrum, Maßnahmen zum "Audience Development" sowie die Aufstockung der Abspielförderung um weitere 140.000 Euro zu den bereits vorhandenen 160.000 Euro, explizit für den Tanz, sollen langfristig auf die Stuttgarter Tanzszene wirken. Die Freie Tanz- und Theaterszene erhält zudem Mittel zur Selbstverwaltung.

Der Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer sagt: "Mit dem TANZPAKT Stuttgart werden nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten für die Stuttgarter Freie Tanz- und Performance-Szene etabliert und zusätzlich eine interdisziplinäre und internationale Vernetzung geschaffen, die die Szene stärkt und sichtbarer macht." Besonders freue er sich daher auf das Festival "Die irritierte Stadt", bei dem die Stadt Gastgeber zahlreicher internationaler Akteure und Impulsgeber der zeitgenössischen Künste werde: "Hierdurch schlagen wir eine Brücke zu den vielen aufregenden Projekten, Künstlerinnen und Künstlern, die wir in unserer Tanz- und Performanceszene vor Ort haben. Zudem ist die Stuttgarter Stadtgesellschaft eingeladen, ein Teil dieses Festivals zu werden und die Vielfalt der zeitgenössischen Tanz- und Performanceszene zu erleben."

Aktive Beteiligung der Stadtgesellschaft erwünscht

Zur Realisierung des Festivals sind alle Einwohnerinnen und Einwohner Stuttgarts eingeladen, sich aktiv an den Performances zu beteiligen. Unter anderem werden für die Uraufführung der Chor-Sinfonie "Circles" Chöre sowie Sängerinnen und Sänger gesucht, um Teil eines großen theatralischen Rituals zu werden. Profis und Amateure jeden Alters mit viel oder wenig Erfahrung und Leidenschaft zur Musik aus Stuttgart und Umgebung sind hier herzlich willkommen. Die Aktionskünstlerin Boglárka Börcsök setzt sich in ihrem Projekt mit den Biographien dreier über 90-jährigen ehemaligen Tänzerinnen auseinander und lädt dazu Altenpflegerinnen und Altenpfleger sowie Tänzerinnen und Tänzer zu einem gemeinsamen Workshop ein. Für die Performance "Die irritierte schneckende Stadt" werden interessierte Einzelpersonen und Schulklassen gesucht, um gemeinsam den öffentlichen Raum mit Bewegung zu erobern.

"Stuttgart Solo Choreo 2020" beim Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival

Im Rahmen von TANZPAKT Stuttgart ist beim Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival am 11. März zudem die Veranstaltung "Stuttgart Solo Choreo 2020" geplant, die die Stärke und Vielfalt der Stuttgarter Tanzszene zeigt. Darüber hinaus werden die ausgewählten Stipendiatin Zrinka Uzbinec (Zagreb/Kroatien) und der Stipendiat Igor Koruga (Belgrad/Serbien für jeweils sechs Monate an der Akademie Schloss Solitude leben und arbeiten. Im engen Austausch mit der Freien Tanz- und Theaterszene Stuttgart arbeiten sie an eigenen Projekten. Die Hannsmann-Poethen-Literaturstipendiatinnen Daphne Dragona und Sofia Dona vernetzen sich mit der Stuttgarter Tanz- und Performanceszene und entwickeln im Rahmen des Festivals "Die irritierte Stadt" ein interdisziplinäres Projekt.

Gefördert wird TANZPAKT Stuttgart von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch die Stadt Stuttgart. Die erfolgreiche Bewerbung der Gesamtidee und die damit verbundene Bereitstellung von Fördermitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von TANZPAKT Stadt-Land-Bund wurde im März 2019 bekanntgegeben. TANZPAKT Stuttgart erstreckt sich von Frühjahr 2019 bis Oktober 2021.

Mehr unter www.stuttgart.de/tanzpakt. Alle ausführlichen Informationen zu den Ausschreibungen und zum Festival unter www.irritiertestadt.de.