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Gemeinderat schafft planungsrechtliche Voraussetzungen für Allianz-Standort in Vaihingen

20.02.2020 Aktuelles
Der Versicherungskonzern Allianz AG plant eine umfangreiche Neubebauung auf einem rund sechs Hektar großen Gebiet in der Heßbrühlstraße in Vaihingen.
Dafür gibt das Unternehmen seine bisherigen Betriebsstätten in der Innenstadt, Uhland- und Reinsburgstraße, auf. Geplant sind mehrere Bürogebäude für rund 4500 Mitarbeiter und eine integrierte Sporthalle nach dem Siegerentwurf des Büros Gerber Architekten in dem von der Allianz im März 2017 durchgeführten Wettbewerbsverfahren. Dafür hat der Gemeinderat am 20. Februar die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen.

Das künftige Baugebiet, das bisher teilweise als Sportfläche für den Vereinssport genutzt wurde und sich teilweise auch in städtischem Besitz befindet, grenzt unmittelbar an das Gewerbegebiet Wallgraben - den Synergiepark - und bietet sich daher für die geplante Nutzung an. Nach dem geltenden Planungsrecht ist die Neubebauung allerdings nicht zulässig: Daher muss ein Bebauungsplan aufgestellt und der geltende Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden.

Der Gemeinderat hat deshalb in seiner Sitzung vom 20. Februar mehrheitlich den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Heßbrühlstraße gefasst und die Änderung des Flächennutzungsplans im Parallelverfahren festgestellt. Die öffentliche Beteiligung und Auslegung erfolgte beim Flächenänderungsplan von September bis Oktober 2016, beim Bebauungsplanentwurf von April bis Mai 2019.

Mit der künftigen Bebauung muss die Stadt ihr "Verkehrskonzept Vaihingen und SynergiePark Vaihingen-Möhringen" weiter ausarbeiten und erste Maßnahmen, wie etwa die Umgestaltung des Straßenraums Industriestraße und Ruppmann- und Schockenriedstraße sowie bei der Nord-Süd-Straße/Ostumfahrung, angehen. Vor der Erstellung einer Fußwegeverbindung zwischen der Heßbrühl- und der Industriestraße müssen noch Eigentümerrechte berücksichtigt werden.