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"Verpackung adé?" - Vortrag und Podiumsdiskussion über ressourcenschonenden Umgang in der Verpackungsindustrie

26.02.2020 Wirtschaft
Das Verpackungsaufkommen in Deutschland steigt stetig an und hat sich in den vergangenen 20 Jahren auf 220 Kilogramm pro Kopf verdoppelt. Tragfähige Lösungen sind gefragt, wobei die Verantwortung für ökologisch nachhaltiges Handeln nicht allein bei den Verbrauchern liegen darf. Bereits die Herstellung muss nachhaltig und umweltfreundlich sein. Zudem ist die Politik gefragt, die die Voraussetzungen dafür schaffen muss.

Ob ein Leben ohne Müll möglich ist, welchen Beitrag die Unternehmen leisten müssen und was die politischen Rahmenbedingungen sind, ist am Donnerstag, 5. März, 19 Uhr Thema im Treffpunkt Rotebühlplatz der vhs Stuttgart bei der Veranstaltung "Verpackung adé?" mit Vortrag und Podiumsdiskussion über ressourcenschonenden Umgang in der Verpackungsindustrie.

Nach der Begrüßung durch die Koordinatorin Globale Nachhaltigkeitsziele der Stadt Stuttgart, Dr. Bettina Bunk, schlägt der Referent Prof. Dr. Michael Braungart, Verfahrenstechniker und Chemiker sowie Pionier des "Cradle to Cradle-Konzepts", das für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft steht, den Bogen zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Das Thema Verpackung ist gleichsam ein Thema des Verbraucheralltags wie auch der Politik und Industrie. Die Podiumsteilnehmer diskutieren diese Problematik aus ihren jeweiligen Perspektiven.

Auf dem Podium spricht Prof. Dr. Michael Braungart im Anschluss mit Christian Hössle, Leiter zentrale Verpackungsentwicklung/Labor und Managementsysteme, Klingele Paper & Packaging Group, und Harald Notter, Leiter des Referats Kreislaufwirtschaft und Recht im Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg. Die Moderation übernimmt Jeannette Jäger, Beraterin mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Transformation. Der Weltladen an der Planie sorgt für einen Imbiss und die Getränke zum Ausklang.

Die Veranstaltung "Verpackung adé?" ist der Auftakt der Veranstaltungsreihe des Agenda-2030-Bündnisses unter dem Motto "mEin Stuttgart - mEine Welt" zur Bekanntmachung und lokalen Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele auf lokaler Ebene.

Agenda-2030-Bündnis

Dieses breite Bündnis Stuttgarter Initiativen setzt sich für eine lokale Umsetzung der in der UN-Agenda 2030 festgeschriebenen 17 Zielen nachhaltiger Entwicklung ein (Sustainable Development Goals, SDGs). Global denken - lokal handeln: das Bündnis will mit vielfältigen Aktivitäten über die Agenda 2030 informieren, neue Projekte entwickeln und für die Umsetzung der SDGs vor allem in der Region Stuttgart mobilisieren.

"Agenda 2030 in Aktion"

Erweitert durch eine Reihe von Initiativen, die sich ebenfalls den SDGs verschrieben haben, organisiert das Agenda-2030-Bündnis dieses Jahr die Veranstaltungsreihe "Agenda 2030 in Aktion". Von März bis September 2020 finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen unter dem Dach des Agenda-2030-Bündnisses statt. Die Podiumsveranstaltung Verpackung adé? in der vhs bildet den Auftakt, einen weiteren Höhepunkt gibt es mit dem Vortrag des Diplom-Meteorologen Sven Plöger am 30. Juni in der vhs.

Weitere Informationen zu Terminen und Bündnispartnern unter www.meinstuttgart-meinewelt.de.