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SynergiePark: Stadt plant Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur

01.04.2020 Verkehr/Mobilität
Das größte Gewerbegebiet in Stuttgart, der SynergiePark in Vaihingen/Möhringen, entwickelt sich sehr dynamisch und sorgt dabei für Diskussionen. Baubürgermeister Peter Pätzold erklärte am Mittwoch, 1. April: "Das Ziel der Landeshauptstadt Stuttgart ist es, den Verkehr in seiner Gesamtheit im Gebiet zu stärken und zu verbessern. Eine Anpassung der Verkehrsinfrastruktur unter Berücksichtigung aller Verkehrsarten sowie eine bessere Vernetzung der einzelnen Verkehrsarten ist erforderlich."
Mit den jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen, so der Bürgermeister, wie dem Ausbau der Knotenpunkte an der Nord-Süd-Straße und der Umgestaltung der Mittleren Industriestraße, der Ruppmannstraße und der Schockenriedstraße würden die Bedingungen für den Kfz-Verkehr, den Fahrradverkehr und den Fußverkehr verbessert. Pätzold: "Sie sind Teil des umfassenderen Verkehrsstrukturplans Vaihingen." Den Vorwurf, die Planung der Stadt bedeute einen massiven Stauanstieg und eine Einschränkung der Erreichbarkeit des Standorts, wies Pätzold zurück. "Die Kritik berücksichtigt nicht die planerischen Aktivitäten, die seit geraumer Zeit stattfinden, um die verkehrliche Situation zu verbessern."
 
Nach Ansicht der Verwaltung erhöht der Umbau der Knotenpunkte an der Nord-Süd-Straße in Verbindung mit zusätzlichen Abbiegespuren die Kapazität der Kreuzungen und den Abfluss des Verkehrs, so dass hier die Staugefahr verringert wird. Mit der Erhöhung der Kapazität der Knotenpunkte ist in diesem Bereich eine Erweiterung der Fahrbahnen um eine dritte Spur nicht notwendig, da mit den neuen Kreuzungen die Kapazitäten im Querschnitt als ausreichend angesehen werden. Gleichzeitig soll der Fahrradverkehr gestärkt werden, indem eine bessere Infrastruktur bereitgestellt wird und auch im Bereich der Nord-Süd-Straße der zukünftige Radschnellweg in Richtung Leinfelden-Echterdingen vorgesehen wird.
 
Die Vorplanungen für einen Ausbau und eine Kapazitätssteigerung der Nord-Süd-Straße in Richtung A8 sind als Vorbereitung eines notwendigen Planfeststellungsverfahrens in der Planung. Dabei soll ergebnisoffen geprüft werden welche Variante, zum Beispiel dreispurig oder vierspurig, die beste Lösung ist. Bürgermeister Pätzold erklärte weiter: "Die Stadt verfolgt seit Jahren den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Synergiepark. So wird mit dem Ausbau des Bahnhofs Vaihingen zu einem Regionalhalt der öffentliche Nahverkehr deutlich gestärkt. Die neue Linienführung der Buslinie 80 wurde schon umgesetzt. Das Zwischenergebnis der laufenden Seilbahnstudie sieht eine mögliche Führung einer Seilbahn vom Eiermanncampus über den Regionalhalt durch den SynergiePark sehr positiv."
 
Die aktuellen Planungen der Verwaltung werden noch in den gemeinderätlichen Gremien beraten. Dies verzögert sich jedoch durch die Corona-Krise, eine Beschlussfassung wurde verschoben. Im Rahmen der Vorberatungen der Maßnahmen, die von Seiten der Verkehrsplanung noch ausführlich in den Bezirksbeiräten Vaihingen und Möhringen und im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik erfolgen wird, sollen auch die Firmen vor Ort eingebunden werden. Pätzold: "Die Stadt ist bisher schon in direktem persönlichen Austausch mit den Firmen und der Wirtschafts- und Industrievereinigung vor Ort. Ich werde dies auch weiterhin so beibehalten, da ich diesen direkten Kontakt für konstruktiver und zielführender halte."
 
Über das Gewerbegebietsmanagement soll im Rahmen der Vorberatung eine Gebietskonferenz abgehalten werden, in der die Planungen den interessierten Firmen vor Ort vorgestellt und mit ihnen diskutiert werden. Erst danach erfolgt die Beschlussfassung im Gemeinderat.