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Städtepartnerschaften während der Corona-Krise: OB Kuhn schreibt Partnerstädten - "Interkulturellen Austausch stärken"

Rund um den Globus haben die Länder aktuell mit dem neuartigen Coronavirus zu kämpfen. Entsprechend hat das Auswärtige Amt eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Für die Menschen aus den Partnerstädten ist es in der aktuellen Lage unmöglich, sich persönlich zu treffen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat seinen Kolleginnen und Kollegen in den zehn Partnerstädten von Stuttgart nun einen Brief geschrieben, um auch in schwierigen Zeiten Verbundenheit auszudrücken. Das hat die Stadt am Samstag, 18. April, mitgeteilt.

In dem Brief heißt es: "Als Oberbürgermeister weiß ich mich mit Ihnen gemeinsam vor ähnliche Herausforderungen gestellt, um die Gesundheit, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Existenz unserer Bevölkerung zu sichern. Die Schwierigkeiten, mit denen wir aktuell konfrontiert sind, sind für viele von uns bisher unbekannten Ausmaßes und führen zu einer starken Einschränkung - in vielen Fällen sogar zum temporären Stillstand - unserer Arbeit und unseres gesellschaftlichen und sozialen Lebens."

Von diesem Stillstand seien auch die internationalen Begegnungen zwischen den Menschen der Partnerstädte betroffen, so der OB weiter. Alle gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen seien abgesagt oder müssten verschoben werden. Der OB schreibt: "Mir ist es wichtig Ihnen zu versichern, dass sobald diese Gesundheitskrise überwunden ist, wir mit Ihnen gemeinsam die Vielfalt und Lebendigkeit des Austauschs zwischen den Menschen unserer Städte wiederaufleben lassen."

Bis es soweit ist, könnten sich neue Formen des Austauschs, der Präsentation und des Diskurses herausbilden. OB Kuhn appelliert: "Lassen Sie uns diese Chance nutzen, um unsere städtepartnerschaftliche Arbeit noch wirkungsvoller zu gestalten und den interkulturellen Austausch zu stärken."

Hintergrund

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat zehn Partnerstädte auf vier Kontinenten: St. Helens (England), Cardiff (Wales), St. Louis (Missouri/USA), Straßburg (Frankreich), Mumbai (Indien), Menzel Bourguiba (Tunesien), Kairo (Ägypten), Lodz (Polen), Brünn

(Tschechische Republik), Samara (Russland). Die erste Partnerschaft zu St. Helens wurde bereits im Jahr 1948 geschlossen. In diesem Jahr feiern St. Louis und Stuttgart das 60-jährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft. Im Mai sollten vielfältige Programmpunkte starten, die mit Partnern wie dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum oder den Stuttgart Reds die transatlantische Freundschaft in den Mittelpunkt gestellt hätten.

Von den Ländern, in denen Stuttgarts Partnerstädte liegen, sind derzeit Frankreich, Großbritannien und die USA am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Im Vergleich zu den anderen Partnerländern gibt es hier die meisten Infizierten- und Todesfälle. In Indien werden im Zuge der rigorosen Ausgangssperre zudem folgenschwere Auswirkungen für die armen Bevölkerungsschichten erwartet. Die Abteilung Außenbeziehungen steht in kontinuierlichem Kontakt mit den Partnerstädten und Projektpartnern und verfolgt die Lage aufmerksam.