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Jahresbilanz der Dienststelle für Lebensmittelüberwachung, Verbraucherschutz und Veterinärwesen: Hohes Niveau des Vorjahres beibehalten

29.04.2020 Gesundheit
Die Kontrollzahlen der Dienststelle für Lebensmittelüberwachung, Verbraucherschutz und Veterinärwesen lagen 2019 auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Das ist das Ergebnis des Jahresberichts der Dienststelle, den die Stadt am Mittwoch, 29. April, veröffentlicht hat. Auch die Zahl der Betriebsschließungen war nahezu identisch mit dem Vorjahr.

Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, bilanzierte: "Der Verbraucherschutz in Stuttgart bewegt sich in stabilem Fahrwasser. Durch unangekündigte Kontrollen schützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung die Stuttgarter vor Gesundheitsgefahren und Täuschungen."
 
Insgesamt wurden 6.167 von 13.547 in Stuttgart registrierten Lebensmittelbetrieben kontrolliert. Die Beanstandungsquote lag 2019 mit 49,1% leicht unter der des Vorjahres (52,2%). Bei den 2.891 im Jahr 2019 erhobenen Proben von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen lag die Beanstandungsquote bei 19,1% und damit etwas über der Vorjahresquote von 16,7%. Die Zahl der Betriebsschließungen lag mit 176 fast punktgenau auf dem Vorjahresniveau (175).
 
Neben den Routinekontrollen von Lebensmittelbetrieben hat die Dienststelle auch den Internethandel, die Sicherheit von Bedarfsgegenständen, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika im Blick. Zahlreiche Anfragen nach dem Verbraucher-Informationsgesetz und die wieder aufgenommenen Veröffentlichungen von Hygieneverstößen nach dem § 40 Absatz 1a LFGB haben die Dienststelle im Jahr 2019 stark gefordert.
 
Die Dienststelle ist zudem für die Überwachung der Tiergesundheit und den Schutz vor Tierseuchen zuständig. "Die urbane Bienenhaltung liegt nach wie vor im Trend - in 2019 ist die Rekordzahl von 710 im Stadtgebiet gemeldeten Imkereien mit insgesamt 3.518 Bienenvölkern zu verzeichnen", berichtete Dienststellenleiter Dr. Stegmanns.

Sachverständige in Tierschutzfragen

Die Amtstierärzte wurden vom Amt für öffentliche Ordnung in zahlreichen Fällen als Sachverständige in Tierschutzfragen hinzugezogen. Hierzu gehörten vor allem Kontrollen von Tierhaltungen bei Verdacht auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, aber auch die Überprüfung der landwirtschaftlichen Tierhaltungen. Auch bei den Wesenstests der sogenannten "Kampfhunde" waren Amtstierärzte als Sachverständige beteiligt, ebenso bei Prüfungen im Rahmen der Erteilung tierschutzrechtlicher Erlaubnisse.
 
Ein seit Beginn 2019 neu gebildetes Schulteam ist für die Überwachung der stetig wachsenden Essens-Verpflegung an den Stuttgarter Schulen zuständig. Der Fokus des Teams liegt nicht nur auf der Überwachung, sondern auch auf der Beratung. Ein Flyer zum Umgang mit Lebensmitteln auf Vereins-, Straßen- und Schulfesten wurde vom Schulteam mit erarbeitet und stößt auf große Nachfrage (als PDF abrufbar unter www.stuttgart.de/schulung-lebensmittelueberwachung).
 
Im Jahr 2019 wurden wieder zwei neue Auszubildende zum Lebensmittelkontrolleur eingestellt. Dazu Dr. Stegmanns: "Die Ausbildung bindet erfahrungsgemäß einiges an Arbeitskraft der Kontrolleure, führt aber langfristig zu einer Entlastung."

Ausblick

Unter dem Eindruck der Corona-Krise sind in diesem Jahr Prognosen schwer zu treffen. "Die Kontrollen werden nun langsam wieder weiter hochgefahren, um die Bevölkerung vor zusätzlichen Gesundheitsrisiken zu schützen. Bei der Überwachung gilt es, die höchstmögliche Sicherheit zum Schutz von Bürgern und Kontrollpersonal sicherzustellen", so Dr. Stegmanns.
 
Die vollständige schriftliche Jahresbilanz können Sie als PDF herunterladen unter www.stuttgart.de/jahresbilanz-lebensmittelueberwachung.

Jahresbilanz 2019 (PDF)