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Corona: Stadt schafft einen flexiblen Personalpool für Pandemien - Gesundheitsamt bekommt zusätzliche Mitarbeiter und wird dauerhaft gestärkt

Bei der Landeshauptstadt Stuttgart wird ein flexibles und gesamtstädtisches Personalsystem zur Pandemiebekämpfung aufgebaut.
Darüber hat die Verwaltung den Gemeinderat am Donnerstag, 28. Mai, informiert. Der Personalpool setzt sich zusammen aus rund 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes sowie circa 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterer Ämter und Eigenbetriebe. Das Personal wird je nach Bedarf und Lage rekrutiert.

Der Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer sagte: "Die aktuelle Corona-Krise zeigt, dass schnelles und situationsgerechtes Verwaltungshandeln notwendig ist, um Pandemien effektiv einzudämmen. Schon in den vergangenen Wochen hat das Gesundheitsamt intern große Solidarität und Unterstützung von den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Geschäftsbereichen erfahren. Das wollen wir in Zukunft weiter systematisieren. Mit unserem flexiblen Personalpool schaffen wir ein atmendes System, das lagegerechtes und adäquates Eingreifen gewährleistet."

Die Kernaufgabe besteht darin, das Gesundheitsamt bei der Erfassung von Infizierten und der Nachverfolgung der Kontakte zu unterstützen. Die rund 200 Mitarbeiter des Pandemie-Personalpools korrespondieren quantitativ auch mit dem Beschluss der Bund-Länder-Konferenz vom 15. April 2020, wonach zur Eindämmung der CoronaPandemie fünf Mitarbeitende je 20.000 Einwohner gerechnet werden müssen.

Zudem hat der Gemeinderat am Donnerstag die Verwaltung ermächtigt, das Gesundheitsamt personell aufzustocken: So werden dort insgesamt 20,5 Stellen außerhalb des Stellenplans geschaffen. Beschäftigt werden sollen unter anderem eine persönliche Assistenz der Amtsleitung in Vollzeit, fünf Ärzte in Vollzeit, zehn Hygienekontrolleure in Vollzeit sowie 2,5 medizinische Assistenzkräfte in Vollzeit