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Das Carl-Zeiss-Planetarium öffnet wieder

12.06.2020 13:05 Kultur
Nach dreimonatiger Corona-bedingter Vorführungspause nimmt das Carl-Zeiss-Planetarium ab dem 16. Juni wieder seinen Betrieb auf. Die Corona-Verordnungen greifen dabei sehr deutlich in den Veranstaltungsbetrieb des Planetariums ein. Neben der Maskenpflicht können aufgrund der Distanzierungsgebote in dem 20 Meter durchmessenden Kuppelsaal mit 272 Stühlen nur 49 Personen Platz nehmen.

"Es sieht sehr ungewohnt aus, wenn rund 80 Prozent aller Sitze gesperrt sind", so der Direktor des Planetariums, Dr. Uwe Lemmer, "aber wir folgen konsequent der gesetzlichen Vorgabe zur Vereinzelung der Zuschauer. Auf jeden Fall freuen wir uns, dass wir wieder öffnen und Besucherinnen und Besucher im Planetarium begrüßen können."

Wer in einer Wohnung zusammenlebt, wie zum Beispiel Familien, darf auch im Planetarium zusammenbleiben, ansonsten muss der vorgeschriebene Abstand von 1,5 Metern zu anderen Besucherinnen und Besuchern einhalten werden. Insgesamt wird es weniger Vorführungen geben, damit zwischen den Veranstaltungen die vorherigen nicht mit den nachfolgenden Zuschauerinnen und Zuschauer zusammentreffen. Auf dem Boden sind Wartepositionen markiert und auch der Zugang zu den Toiletten ist geregelt.

Ab Dienstag bietet das Planetarium wieder ein ausgewähltes Programm an Fulldome-Shows und Vorträgen zu Astronomie, Weltraumforschung, Sonnensystem und Raumfahrt. Der Einsatz von Theaternebel bei der Lasershow ist momentan noch verboten, aber die beliebte Queen-Show oder die Live-Acts am Tunesday, der im Juli wieder startet, sind auch ohne Nebel ein Erlebnis.

Neues Kinderprogramm "Polaris und das Geheimnis der Nacht"

Die kleinen Sternenfreunde können sich freuen: Das Team des Planetariums hat die Veranstaltungspause unter anderem dafür genutzt, ein neues Kinderprogramm fertigzustellen. In der Vorführung "Polaris und das Geheimnis der Nacht" gehen der Eisbär Wladimir und der Pinguin James der Frage nach, warum es auf der Erde unterschiedlich lange hell und dunkel ist. Die unterhaltsame Geschichte stammt vom Planetarium im französischen Saint-Étienne.

Für die Stuttgarter Kuppel wurde es speziell angepasst und erweitert. Bei der turbulenten Reise rund um die Erde und zum Planeten Saturn lernen die Kinder unter anderem die Sternbilder kennen. So zeigt der Sternenprojektor des Planetariums nicht nur die bekannten Figuren des nördlichen Himmels, wie sie auch von Stuttgart zu sehen sind, sondern durch eine Reise zur Heimat des Pinguins auch die unbekannteren Sternbilder der Südhalbkugel. Die Vorführung dauert rund eine Dreiviertelstunde und eignet sich für Kinder ab fünf Jahren.

Ausstellung im Foyer mit Einblicken in die Welt der porösen Medien

Das Planetarium zeigt außerdem vom 19. Juni bis zum 30. August während der Öffnungszeiten eine Ausstellung der Universität Stuttgart im Foyer des Planetariums. Unter dem Titel "Pretty Porous - Alles Porös" geben der Sonderforschungsbereich 1313 und der Exzellenzcluster SimTech spielerische Einblicke in die Welt der porösen Medien und veranschaulichen, wie aktuelle Forschung das Unsichtbare sichtbar macht. Interaktive Stationen laden zum Ausprobieren und Erforschen ein. Die Ausstellung wird von einer Vortragsserie im Kuppelsaal begleitet.

Die Eintrittspreise zu 5 und 8 Euro sind gleichgeblieben. Wegen der begrenzten Platzkapazität empfiehlt das Planetarium die telefonische Reservierung unter Telefon 216-89015. Weitere Informationen zum aktuellen Spielplan sind unter www.planetarium-stuttgart.de sowie zur Ausstellung der Universität unter www.allesporoes.de nachzulesen.