Presse
  •  

Stadt veröffentlicht neuen Energiebericht: Verbrauch erneut gesenkt

19.06.2020 13:10 Aktuelles
Die Folgen des Klimawandels sind auch in Stuttgart deutlich zu spüren: 2019 gab es viele heiße Sommertage und kaum Regen. Diese Entwicklung bestärkt die Landeshauptstadt Stuttgart in ihrem Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein.
Das Amt für Umweltschutz hat am Freitag, 19. Juni, im Ausschuss für Umwelt und Technik den Energiebericht für das Jahr 2017 vorgestellt. Das Ergebnis: Stuttgart geht immer schonender mit Energie um, der Verbrauch konnte erneut gesenkt werden.
 
Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, sagte: "Gegenüber 1990 beträgt die CO2-Einsparung bei den städtischen Liegenschaften 65 Prozent und liegt damit um 25 Prozent über der von der Bundesregierung gesetzten Zielmarke von 40 Prozent."
 
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Primärenergieverbrauch für die Gesamtstadt um 4,7 Prozent reduziert. Gegenüber 1990 beträgt die Einsparung 27 Prozent.  
 
In 2017 hat die Stadt für Energie und Wasser insgesamt 64,3 Mio. Euro aufgewendet. Gegenüber 2016 sind diese Kosten um 0,4 Prozent gestiegen. Der Heizenergiebezug sank gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent und der Strombezug stieg um 0,9 Prozent an.  
 
Die Anzahl der Anlagen mit erneuerbaren Energien hat sich innerhalb der Stadtverwaltung in 2017 um 18 Anlagen auf insgesamt 105 erhöht. Davon sind 51 Photovoltaikanlagen, 21 Anlagen für Solarthermie, 19 Anlagen für holzartige Brennstoffe, 5 Biogas- und 9 Anlagen mit Umweltwärme. Der Deckungsanteil der regenerativen Energien am Wärmeverbrauch beträgt 13,6 Prozent und am Stromverbrauch 7,8 Prozent.
 
Die Stadt hat für Sanierungsmaßnahmen in den Bereichen baulicher Wärmeschutz, Gebäudetechnik und neue Technologien insgesamt 3,1 Mio. Euro investiert. Der Aufwand für Abschreibungen der bisherigen Investitionen und für Datenverarbeitung, Personal- und Ingenieurleistung liegt bei 6 Mio. Euro pro Jahr. Mit einer Energiekosteneinsparung in Höhe von 43,1 Mio. Euro pro Jahr ergeben sich so jährliche Nettoeinsparungen von 37,1 Mio. Euro pro Jahr.
 
Für die Bilanzierung des Energiebedarfs der Gesamtstadt werden Industriedaten benötigt, die vom statistischen Landesamt Baden-Württemberg erhoben werden. Diese Daten sind jeweils erst im Dezember des Folgejahrs verfügbar. Die Vorstellung des Energieberichts erfolgt deshalb immer mit zeitlichem Verzug.