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Stadt nimmt Stellung zur Gäubahn-Diskussion - Bürgermeister Plätzold: "Zeitplan für Bebauung des Rosenstein-Quartiers darf nicht beeinträchtigt werden"

29.06.2020 17:15 Verkehr/Mobilität
Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Montag, 29. Juni, auf die Diskussionen zu neuen Planungen für den Abschnitt der Gäubahn auf den Fildern reagiert. Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, betonte: "Wichtig ist, dass unser Zeitplan für die Bebauung des künftigen Rosenstein-Quartiers davon nicht beeinträchtigt wird. Wir wollen sobald wie möglich mit der Aufsiedlung des neuen Quartiers starten." Dies werde voraussichtlich ab Ende 2023 der Fall sein, wenn die Landeshauptstadt mit der Entwicklung auf C1 an den Wagenhallen beginne.
Es ist im Interesse der Landeshauptstadt Stuttgart, dass auf den Fildern eine neue Verkehrsdrehscheibe für den Bahnverkehr entstehen soll - für die Stadtbahn, die S-Bahn, den Regionalverkehr und den Fernverkehr und in unmittelbarer Nähe zum Manfred-Rommel-Flughafen sowie zur Landesmesse Stuttgart. Daher hat der Stuttgarter Gemeinderat im Mai 2015 die Anbindung der Gäubahn an diese Drehscheibe beschlossen und dies im Januar 2018 nochmals bestätigt. Bürgermeister Pätzold: "Wir stehen neuen Planungen für den Filderbereich grundsätzlich offen gegenüber, sofern es sich auch tatsächlich um eine verkehrlich bessere Lösung handelt und die Finanzierung gesichert ist. Solange dies nicht eindeutig geklärt ist, sehen wir die aktuelle Planung als bindend."

Auch an der Haltung der Stadt zur Interimslösung für die Zeit zwischen der Unterbrechung der Panorama-Bahn und der Anbindung der Gäubahn an die Neubaustrecke auf den Fildern hat sich nichts geändert. Pätzold: "Ein Gutachten des Verkehrswissenschaftlichen Instituts Stuttgart im Auftrag der SSB hat gezeigt, dass ein Umsteigebahnhof für Fern- und Regionalzüge in S-Vaihingen mit Umstieg zu S- und Stadtbahn verkehrlich machbar ist." Der von Land, Stadt und VRS gemeinsam geplante Interimshalt am Nordbahnhof hätte positive verkehrliche Wirkungen und biete gute ergänzende Umstiegsmöglichkeiten für aller Gäubahnanlieger, so der Bürgermeister.