Gelbe Karte - Ideen und Beschwerden - Statistik

Anzahl der Gelben Karten pro Jahr

Die Gelbe Karte wird von den Bürgerinnen und Bürgern sowie von den Beschäftigten der Stadtverwaltung als eine feste Größe akzeptiert und genutzt.

Seit die Landeshauptstadt Stuttgart im November 1997 ihr Ideen- und Beschwerdemanagement eingeführt hat, haben wir rund 89500 Gelbe Karten erhalten, davon entfallen rund 13 000 Eingaben auf das vergangene Jahr.

2019 wurde bei rund 82 Prozent der Gelben Karten Kritik geübt bzw. Störungen gemeldet, bei 7 Prozent der Eingaben wurden Ideen und Vorschläge eingebracht, 2 Prozent enthielten ein Lob und bei 9 Prozent wurden Fragen gestellt.

Schwerpunktthemen

Gelbe Karte - SchwerpunktthemenGrafik: Stadt Stuttgart, Stand: Ende Dezember 2019

Viele Gelbe Karten enthalten ganz konkrete, sachbezogene Hinweise, zum Beispiel zur Verkehrssicherheit: Das können Stolperfallen auf Gehwegen, Fahrbahnbeschädigungen, umgefallene Verkehrszeichen oder sonstige Verkehrsbehinderungen sein. Auch das Thema Sauberkeit und Abfälle und Grünanlagen stehen bei den Gelben Karten hoch im Kurs. Dabei gehen vor allem Hinweise auf verschmutzte Grünanlagen und Plätze ein.

2019 konnte bei 61 % der Eingaben eine Ergebnisauswertung erstellt werden:

Ergebnisauswertung Gelbe Karte, Stand: Ende DezemberGrafik: Stadt Stuttgart, Stand: Ende Dezember 2019


Demnach wurde in 49 % der Fälle eine Anregung kurzfristig umgesetzt oder eine Verfahrensänderung vorgenommen. Bei 27 % sollte ein Vorschlag weiterverfolgt bzw. eine Änderung des Verfahrens geprüft werden. In 24 % der Fälle war es nicht möglich, der Anregung zu folgen - weil z. B. Rechtsvorschriften oder Interessen Dritter entgegenstanden oder die entsprechenden Mittel fehlten.

Gerade durch die Gelben Karten werden oft Schwachstellen aufgedeckt, die der Stadtverwaltung bislang noch nicht bekannt waren. Die zuständigen Dienststellen der Stadt nutzen diese Chance, um schnellstmöglich eine adäquate Lösung zu finden.

Also: Schreiben Sie uns eine Gelbe Karte - gerne auch über die Stuttgart App oder unseren Internet-Störungsmelder. Sie können dadurch etwas bewegen! Die folgenden Fälle zeigen es:
  • Ein vergessener Baubehelfszaun blockierte einen Gehweg und damit den Fußgängerverkehr. Nach der Gelben Karte eines Bürgers wurde er entfernt.
  • Ein Bürger regte an, Bänke an einem Aussichtspunkt aufzustellen. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt fand diese Idee gut und stellte zwei Bänke auf. Durch den Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern sorgte es außerdem dafür, dass die Stuttgarter und ihre Gäste den Ausblick noch besser genießen können.
  • Sportgeräte wurden instandgesetzt, nachdem Nachbarn das Gelbe-Karten-Team auf den durch defekte Einrichtungen hervorgerufenen Lärm hingewiesen hatten.
  • Ampelschaltungen erwiesen sich für den Verkehrsfluss als störend. So konnte in einem Fall aufgrund einer Gelben Karte ein technischer Fehler erkannt und behoben werden. In einem anderen Fall wurde die Schaltung angepasst und die Ampel während der Nachtstunden abgeschaltet.
  • Eine Bürgerin teilte mit, dass es insbesondere ältere Menschen nur sehr schwer möglich ist, einen stark abschüssigen Weg hinabzugehen. Denn die Fußgänger konnten sich an keiner Seite des Weges festhalten kann, was vielen besonders im Winter Probleme bereitete. Das Tiefbauamt nahm ihre Anregung auf und brachte ein Geländer an.
  • Eine Bürgerin bemängelte mit einer Gelben Karte die Lichtverhältnisse in einem Tunnel. Bei einer Überprüfung kam heraus, dass die Beleuchtung einen Schaltfehler hatte, der sofort behoben wurde.
  • Nach einer Gelben Karte wurden Bordsteine abgeschrägt, um mehreren in diesem Bereich wohnenden Gehwagen- und Rollstuhlfahrern sowie den Patienten einer Orthopädischen Klinik das Überqueren der Straße zu erleichtern.
  • Als "Engel in Orange" bezeichnete eine Studentin zwei Mitarbeiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS). Ihr war am Morgen der letzten Klausur des Studiums der Schlüssel in einen Abwasserschacht gefallen. Die beiden Männer, die gerade in der Nähe Mülleimer leerten, angelten kurzerhand den Schlüssel aus dem Schacht. Studium gerettet. Die Studentin bedankte sich mit einer Gelben Karte - und über dieses Lob freuten sich auch die Beschäftigten des AWS.

 
 

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