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Exkursion Erster Weltkrieg

Geschichte / Literatur, Philosophie und Geschichte / Führung
Tagesfahrt zum französischen Nationaldenkmal am Hartmannswillerkopf.

Machtpolitische Kämpfe gepaart mit einem verstärkten Wettrüsten bestimmten seit Beginn des 20. Jahrhunderts die internationalen Beziehungen. Nach der Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers 1914 schlug alles Bestreben um eine Konfliktlösung auf diplomatischer Ebene auf Grund des Machtstrebens der europäischen Großmächte fehl.

Ab August 1914 befanden sich Deutschland und Österreich-Ungarn im Krieg gegen die verbündeten Staaten Frankreich, Großbritannien und Russland. Der Krieg tobte in ganz Europa, den Kolonien in Afrika, im Nahen Osten, auf hoher See und an der "Heimatfront". Der Erste Weltkrieg endete im November 1918 mit der Niederlage Deutschlands und Österreich-Ungarns. Weltweit starben rund neun Millionen Soldaten und mehr als sechs Millionen Zivilisten. Die staatlichen Verhältnisse in Europa und im Nahen Osten veränderten sich danach erheblich. Die Monarchien in Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland wurden beseitigt, das Osmanische Reich brach auseinander. Neue Nationalstaaten entstanden. Das Kriegsleid entlud sich in vielen Staaten Europas in revolutionären Erschütterungen. Der Erste Weltkrieg die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" war ein Ereignis, das sich fatal auf die weitere Geschichte Europas auswirkte: Oktoberrevolution, Stalinismus, Faschismus, National-sozialismus und schließlich der Zweite Weltkrieg sind ohne die Erschütterungen des Ersten Weltkrieges nicht denkbar.

Auf dem strategisch wichtigen Höhenzug am Hartmannswillerkopf standen sich, deutsche und französische, Soldaten während des gesamten Krieges gegenüber. Etwa 30.000 Männer kamen auf beiden Seiten ums Leben. Schützengräben, Unterstände und Bunker sind in großen Teilen erhalten, ein Nationaldenkmal und Soldatenfriedhof erinnern heute an das Kriegsgeschehen.

Die Tagesfahrt führt sie zu dem im Jahre 1915, hart umkämpften Hartmannswillerkopf, zum ersten deutsch-französischen Museum und Gedenkzentrum auf einem ehemaligen Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs in Frankreich. Die Gedenkstätte erinnert an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs: Sie besteht aus einem Museum, einem Nationalfriedhof und einer Krypta mit je einem katholischen, evangelischen und jüdischen Altar und wurde als eines von vier französischen Denkmälern 1918 errichtet. Auf dem Friedhof der Gedenkstätte findet man neben vielen christlichen Kreuzen auch Grabsteine für Muslime.

Zum Ende der Tagesfahrt geht es in ein Labyrinth aus Schützengräben mit Überresten von etwa 600 Bunkern und Unterständen, diese können jedoch nur teilweise erkundet werden.

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Veranstaltungsort


Tagesfahrt zum Hartmannswillerkopf

Dies ist keine Veranstaltung der Stadt Stuttgart.Ohne Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit der Informationen.

 

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