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Hotel Silber - Dauerausstellung

Geschichte / Literatur, Philosophie und Geschichte / Ausstellung
Das "Hotel Silber" ist ein historischer Ort. Als ehemaliges Hauptquartier der Gestapo in Stuttgart ein Ort des organisierten NS-Terrors. Und vor allem - mehr als ein halbes Jahrhundert lang, in mehreren politischen Systemen - ein Ort der Polizei.

Die Dauerausstellung im zweiten Obergeschoss des Gebäudes zeigt diese Geschichte der Kontinuitäten und Brüche. Und sie beschäftigt sich mit dem Selbstverständnis der Polizisten in Demokratie und Diktatur. Das Museum setzt sich mit Fragen auseinander wie: Warum funktionierte der Übergang von der Weimarer Republik in die NS-Herrschaft nahezu reibungslos? Wer wurde während des Zweiten Weltkriegs aus dem "Hotel Silber" in besetzte Gebiete geschickt und war dort für Massenmorde verantwortlich? Welche Personengruppen blieben nach 1945 im Visier der Polizei?

Die Ausstellung nennt die Namen der Täter und setzt sich mit den Schicksalen der Opfer auseinander. Sie schildert, wie der Wachmann Anton Dehm 1945 im Keller Else Josenhans brutal ermordete, berichtet über Gestapochef Friedrich Mußgay ebenso wie über Ella Schneck, die wie viele andere Frauen im "Hotel Silber" als Stenotypistinnen oder Sekretärinnen das Ausmaß und die Methoden der Verfolgung und Überwachung mitbekamen.

Eindrucksvolle Originalobjekte sind in inszenierten Räumen ausgestellt: Dazu gehört die massive Zellentür, auf deren Rückseite Gefangene zahlreiche Einritzungen hinterlassen haben. Oder die Anstecknadel, die Liebhaber von Swingmusik verdeckt trugen, weil ihre Leidenschaft vom Regime nicht geduldet wurde. Dokumente, Bilder und Medien zeigen ein differenziertes Bild von den Tätern und welche Folgen ihr Handeln hatte. Sie verdeutlichen, wie etwa Fäden der Ermittlungen gegen Hitler-Attentäter Georg Elser oder gegen den späteren Kopf der Widerstandsorganisation "Weiße Rose", Hans Scholl, auch in Stuttgart zusammenliefen.

"Fenster in die Vergangenheit" geben Einblicke in die Geschichte des Gebäudes - von der Gründung des ADAC-Vorläufers 1903 im Restaurant des Hotels über die Verhaftung des ehemaligen württembergischen Staatspräsidenten Eugen Bolz 1933 bis zu den Diskussionen um den Erhalt des "Hotel Silber" als Erinnerungsort in jüngster Zeit.

Führungen an Sonn- und Feiertagen um 15.30 Uhr. Kosten 4 Euro

Ein Audioguide steht in deutscher, englischer und französischer Sprache zur Verfügung.

Für Schulen und Gruppen bietet das "Hotel Silber" ein umfangreiches Angebot an Führungen und Workshops.

  • VergrößernAusstellung
    © Haus der Geschichte BW / Daniel Stauch
    Ausstellung
    © Haus der Geschichte BW / Daniel Stauch
  • VergrößernInstallation Zelle
    © Haus der Geschichte BW / Daniel Stauch
    Installation Zelle
    © Haus der Geschichte BW / Daniel Stauch
  • VergrößernHotel Silber - Außenansicht
    © Haus der Geschichte BW / Daniel Stauch
    Hotel Silber - Außenansicht
    © Haus der Geschichte BW / Daniel Stauch

Termine

von Di., 04.12.2018 bis einschließlich Mi., 30.12.2020:

  • dienstags, donnerstags, freitags, samstags und sonntags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • mittwochs von 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Veranstaltungsort

Hotel Silber
Dorotheenstraße 10
70173 Stuttgart
S-Mitte

Telefon
+49 711 2123950
Fax
+49 711 2123979
E-Mail
Internet

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Information und Führungsanfragen
+49 711 2124040
E-Mail

Dies ist keine Veranstaltung der Stadt Stuttgart.Ohne Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit der Informationen.

 

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