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Lernfabrik 4.0 eröffnet: Schulen kooperieren untereinander und mit Industriebetrieben

"Industrie 4.0" ist ein immer gebräuchlicher werdendes Schlagwort. Dahinter steht die Absicht, industrielle Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik zu verzahnen. An der Werner-Siemens-Schule ist am 16. Januar in diesem Sinn die "Lernfabrik 4.0" offiziell an den Start gegangen.
Dafür bringen drei berufliche Schulen ihre Kompetenzen ein: neben der Werner-Siemens-Schule die Max-Eyth-Schule und die Robert-Bosch-Schule. Unterstützt werden sie von Partnern aus der Industrie, wie alphacam, Zeiss, Daimler, Porsche, Eisenmann, Festo, Mahle, Murrelektronik, Bosch und Stoba Präzisionstechnik, die zusammen mit Stadt und Land als Schulträger das Projekt finanzieren. Unter anderem sprachen bei der Eröffnung Bildungsbürgermeisterin Isabel Fezer, Ministerialdirektor Michael Kleiner vom Wirtschaftsministerium und Wolf Bonsiep von der Robert Bosch GmbH.

Lernfabrik 4.0 eröffnet: Schulen kooperieren untereinander und mit IndustriebetriebenIsabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, vertrat beim Start des Projekts die Stadt Stuttgart. Foto: Ferdinando Iannone
Begonnen hatte für die Schulen die Arbeit 2015 mit dem Projektantrag für den vom Ministerium für Wirtschaft und Finanzen ausgeschriebenen Wettbewerb. Vereinfacht gesagt, bringen die Schulen ihre jeweiligen Schwerpunkte ein: Konstruktion, Automatisierungstechnik, Informationstechnik und Fertigungstechnik. Da die Schulen über die ganze Stadt verstreut sind, bildet die Digitalisierung die Basis für die Zusammenarbeit. Denn vernetzt sind sie über gemeinsame Plattformen im Internet, sogenannte Cloud-Dienste.

Daten- und Warenflüsse werden betriebswirtschaftlich und technisch in einer Cloud im Internet abgebildet, und jeder der Beteiligten hat zu jeder Zeit Zugriff darauf. Erfasste Daten aus allen Teilsystemen und zur Produktion stehen für Auswertungen zur Verfügung. Das reicht von der Entwicklung eines Produkts über dessen Bestellung, Fertigung, Montage bis zur Auslieferung und Qualitätssicherung. Die Schüler erfahren und lernen damit schon früh modernste, digitalisierte Produktionsprozesse, wie sie in der Arbeitswelt immer mehr Standard werden.

Die Werner-Siemens-Schule lädt zu einem Informationstag über ihre Angebote am Samstag, 20. Januar, von 9 bis 12.30 Uhr ein. Mehr unter www.wss-stuttgart.de. Die Max-Eyth-Schule hat ihren Informationstag am Freitag, 26. Januar, von 12 bis 17.30 Uhr, www.mes-stuttgart.de. Infos zur Robert-Bosch-Schule stehen unter www.rbs-stuttgart.de.
Donnerstag, 18.01.2018