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OB Kuhn besucht Gewerbliche Schule Im Hoppenlau

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Mittwoch, 7. Februar, die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau (GSIH) besucht. Neben Informationen zu den Bildungsangeboten der Schule stand dabei auch ein Rundgang durch deren Mühle auf dem Programm.

OB Kuhn betonte die Bedeutung der Schule für Stuttgart: "Die Arbeit der Hoppenlauschule wird in der Stadt und im Gemeinderat sehr geschätzt, sowohl im Bereich der Inklusion als auch in der Integration von Flüchtlingen. Das ist etwas, was Sie für die ganze Stadtgesellschaft tun", sagte er gegenüber den Schulvertretern.

OB Kuhn besucht Gewerbliche Schule Im HoppenlauMüllermeister Jochen Köber (links) erklärte OB Fritz Kuhn in der Mühle der Hoppenlauschule die Abläufe des Mahlvorgangs. Im Hintergrund (von links): Kreishandwerksmeister Alexander Kotz, Gerald Machner, Schulleiter der Hoppenlauschule, und Wolfram Kurtz, Leiter des Fachbereichs Technische Oberschule, sowie mehrere Auszubildende. Foto: Leif Piechowski
Schulleiter Gerald Machner stellte die Angebote der Schule vor. Gerade in den Nahrungsberufen habe die GSIH eine bundesweit einzigartige Stellung: "Vom Halm bis zum Teller" reiche das Spektrum der Schule, an der unter anderem angehende Müller, Bäcker, Fachverkäufer und Konditoren unterrichtet werden. Durch spezielle Integrationsklassen gelinge es der Schule, gerade auch geflüchteten Menschen eine Perspektive im Handwerk zu bieten. Machner lobte dabei auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Kreishandwerkerschaften.

Auszubildende aus ganz Deutschland

Jochen Köber, Müllermeister und Technischer Lehrer, führte OB Kuhn anschließend die Mühle der Hoppenlauschule vor, die größte Mühle in Stuttgart. Köber und seine Auszubildenden zeigten dem OB die verschiedenen Maschinen und erzählten, wie sich der klassische Handwerksberuf des Müllers durch den technischen Fortschritt weiterentwickelt hat. Die GSIH ist eine von nur zwei Berufsschulen für Müller bundesweit, die Auszubildenden kommen aus ganz Deutschland nach Stuttgart.

Der OB bedankte sich für die Einblicke: "Das war sehr spannend. Wahrscheinlich sind wir die einzige Landeshauptstadt mit einer Mühle in der Innenstadt. Es ist schon ein Standortmerkmal, wenn wir von der Saatgutforschung in Hohenheim, zur Müllerei bis zum fertigen Backwerk alles in Stuttgart anbieten können." Er wünschte den Auszubildenden weiter gutes Gelingen und viel Freude für ihre Zeit in der Stadt Stuttgart.

Älteste Berufsschule Stuttgarts

Die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau ist die älteste Berufsschule in Stuttgart und wurde im Jahr 1926 eingerichtet. Heute bildet sie ein regionales berufliches Bildungszentrum für die Kompetenzbereiche "Nahrung und Lebensmittel" sowie "Kosmetik und Körperpflege". Seit der Fusion mit der Technischen Oberschule (TO) vom 1. Februar 2018 beträgt die Schülerzahl 1800 Schülerinnen und Schüler (darunter 1400 Azubis aus 800 dualen Partnerbetrieben). Entgegen der allgemeinen Entwicklung rückläufiger Schülerzahlen in den Nahrungsberufen sind die Schülerzahlen an der Hoppenlauschule in den vergangenen Jahren gestiegen.

Im Rahmen des Qualifizierungskonzepts "Gesellschaftliche Integration durch Ausbildung und Arbeitsmarktintegration" besuchen seit 2014 jährlich etwa 60 Geflüchtete neu die Schule und absolvieren spezielle "Vorbereitungs-Klassen Arbeit/Beruf für junge Menschen ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen" (VAB-O-Klassen), die es ihnen ermöglichen sollen, im Anschluss eine Ausbildung aufzunehmen. Mit dem Rudolf-Sophien-Stift hat die Hoppenlauschule im Jahr 2014 eine Inklusionsvereinbarung geschlossen. Inklusionsschüler aus Betrieben des Rudolf-Sophien-Stifts besuchen seither die Berufsschulklassen der GSIH.

Mittwoch, 07.02.2018