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Stuttgart drückt die Daumen

Insgesamt zwei Sportlerinnen und ein Sportler mit Stuttgarter Vereinszugehörigkeit oder Trainingsschwerpunkt am Olympiastützpunkt Stuttgart sind mit dabei, wenn es vom 9. bis 25. Februar bei den Olympischen Winterspielen und vom 9. bis 18. März bei den Winter-Paralympics im südkoreanischen Pyeongchang um die begehrten Titel und Platzierungen geht.

Johannes Lochner Olympia 2018Johannes Lochner geht im Viererbob für Deutschland an den Start. Fotos: www.johannes-lochner.de Johannes Lochner vom Bob-Club Stuttgart Solitude hat dabei ebenso das Olympiaticket in der Tasche wie Andrea Rothfuss (VSG Mitteltal) und Anja Wicker (MTV Stuttgart). Alle drei Sportler haben sich am Olympiastützpunkt Stuttgart auf den Wettkampf vorbereitet. Insgesamt hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) 150 Sportlerinnen und Sportler für die Olympischen Winterspiele nominiert. Mehr Infos zum deutschen Team unter www.teamdeutschland.de.

Johannes Lochner (Bob-Club Stuttgart Solitude)

Der Bob-Pilot vom Bob-Club Stuttgart Solitude ist spätestens nach dem Gewinn des Viererbob-Weltcups 2017/2018 kein Unbekannter mehr. Zusammen mit seinem Team sicherte er sich beim letzten Viererbob-Weltcup vor den Olympischen Winterspielen erstmals den Kristallkugel-Pokal für den Weltcup-Gesamtsieg. Er hat gute Chancen, ganz vorne mit dabei zu sein. Weitere Erfolge im Jahr 2017 sind der Gewinn der Europameisterschaft im Viererbob sowie der Gewinn der Goldmedaille im Viererbob bei der Weltmeisterschaft am Königssee.

Der 27-jährige Student der Elektrotechnik liebt neben dem Bob-Sport auch das Golfen, Kajak- und Ski fahren.

Winter-Paralympics vom 9. bis 18. März

Mit Andrea Rothfuss (Para Ski alpin) von der VSG Mitteltal und Anja Wicker (Para Ski nordisch, Biathlon) vom MTV Stuttgart wurden am 30. Januar 2018 auch zwei Athletinnen aus WBRS-Vereinen für die Winter-Paralympics vom 9. bis 18. März offiziell vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) nominiert. Insgesamt hat der DBS 19 Athletinnen und Athleten und vier Begleitläufer nominiert. 70 Athletinnen und Athleten aus 45 Nationen kämpfen in 6 Sportarten um 80 Medaillenentscheidungen. 

Mit Wicker und Rothfuss hat der WBRS gleich zwei ganz heiße Eisen im Feuer. So konnten Wicker, 26 Jahre, und Rothfuss, 28 Jahre, bei den Winterspielen 2014 in Sotschi jeweils Gold gewinnen. Während Wicker bei ihrer ersten Paralympics-Teilnahme im Biathlon über 10 km Gold gewann, holte sich Rothfuss im Slalom ihre erste paralympische Goldmedaille und war zugleich Fahnenträgerin für das deutsche Team. Für Rothfuss werden es in Südkorea bereits die vierten Paralympics sein.

Andrea Rothfuss (VSG Mitteltal)

Für die zweifache Weltmeisterin von 2017 steht vom 7. bis 11. Februar in Kimberley (Kanada) der letzte Weltcup vor den Paralympics an. Das Ziel für Südkorea hat sie fest im Blick: "Ich will wieder ganz oben aufs Podest", freut sich die im Remstal lebende Ausnahmekönnerin auf den Wettkampf.

Anja Wicker (MTV Stuttgart)

Mit starken gesundheitlichen Problemen hatte Wicker und ein Teil der deutschen Para Ski nordisch Mannschaft während den Vorbereitungen zu kämpfen. Ein Magen-Darm-Virus erwischte nicht nur Betreuer und Techniker, sondern auch einige Sportler. Trotzdem machte die ehrgeizige Stuttgarterin das Beste aus ihrer Situation und kämpfte sich durch. Für die treffsichere Sitzschlittenfahrerin stehen nun noch zwei wichtige Trainingslager (Livigno und Ridnau) auf dem Programm, unterbrochen von den Deutschen Meisterschaften am 4. März am Notschrei.

Die 26-jährige Stammheimerin studiert Sportmanagement und ist ein großer Fußball­fan. Seit 2011 ist sie Mitglied der Nationalmannschaft. Sie liebt es neben reisen und lesen auch Sportwettkämpfe im Fernsehen zu verfolgen.

Freitag, 09.02.2018