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Schnelleres Internet für die Region

Die Deutsche Telekom und die Region Stuttgart wollen den Glasfaserausbau in Stuttgart und den Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr vorantreiben. Die Deutsche Telekom investiert bis zu 1,1 Milliarden Euro. Es ist beabsichtigt, dass die gesamte Region Leistungen im Wert von bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Vertreter der Region und der Telekom haben dazu in Stuttgart am Montag, 2. Juli, einen sogenannten "Letter of Intent" (Absichtserklärung) unterzeichnet.

Schnelleres Internet für die RegionVergrößernGemeinsam zur Gigabit-Region Stuttgart (v. li.): Hans-Jürgen Bahde (Breitbandbeauftragter der Region), Johannes Pruchnow (Deutsche Telekom), IHK-Präsidentin Marjoke Breuning, Thomas S. Bopp (Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart), Staatssekretär Julian Würtenberger, Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Dr. Dirk Wössner (Vorstand Deutsche Telekom), Dr. Walter Rogg (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Region Stuttgart), Staatssekretärin Katrin Schütz, Landrat Dr. Richard Sigel (Rems-Murr-Kreis), Landrat Roland Bernhard (Landkreis Böblingen), Landrat Heinz Eininger (Landkreis Esslingen). Foto: Max KovalenkoGemeinsam zur Gigabit-Region Stuttgart (v. li.): Hans-Jürgen Bahde (Breitbandbeauftragter der Region), Johannes Pruchnow (Deutsche Telekom), IHK-Präsidentin Marjoke Breuning, Thomas S. Bopp (Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart), Staatssekretär Julian Würtenberger, Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Dr. Dirk Wössner (Vorstand Deutsche Telekom), Dr. Walter Rogg (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Region Stuttgart), Staatssekretärin Katrin Schütz, Landrat Dr. Richard Sigel (Rems-Murr-Kreis), Landrat Roland Bernhard (Landkreis Böblingen), Landrat Heinz Eininger (Landkreis Esslingen). Foto: Max Kovalenko
Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Die Landeshauptstadt Stuttgart gehört zu den innovativsten Hightech- und Kreativstandorten Deutschlands. Deshalb müssen wir bereits heute die Grundlagen für die digitalen Anforderungen von morgen schaffen - für Entwicklungen wie die Smart City, Mobilität 4.0 oder 5G-Technologie. Großunternehmen, aber auch die Kreativwirtschaft und kleinere mittelständische Betriebe sowie unser Nachwuchs an den Schulen benötigen hohe Internetbandbreiten. Darum müssen wir in ein zukunftsfähiges Hochgeschwindigkeitsglasfasernetz investieren. Ich freue mich daher sehr, dass wir nun im Verbund mit den Landkreisen, der Region und der Privatwirtschaft diese Digitalisierungs-Offensive starten können." Glasfaserausbau sei nicht nur ein wichtiges Thema für den ländlichen Raum. Der OB hob auch die Zusammenarbeit innerhalb der Region Stuttgart hervor: "Das ist ein guter Tag für die regionale Kooperation. Wir sind eine Region, die bei vielen Themen, wie Infrastruktur, Verkehr, Wirtschaftsförderung, sehr gut zusammenarbeitet."

Telekom investiert 1,1 Milliarden Euro

Die Unterzeichnung des Vertrags über den Glasfaserausbau soll Ende dieses Jahres stattfinden. Direkt danach werden erste Baumaßnahmen zum Anschluss von Gewerbegebieten und Kommunen ans Glasfasernetz beginnen: Beide Partner wollen bis 2022 90 Prozent der Unternehmensstandorte in Gewerbegebieten mit einem Glasfaseranschluss bis ins Haus ("Fiber to the Home/FTTH") versorgen. 2025 sollen alle Gewerbegebiete, alle förderfähigen Schulen und jeder zweite Haushalt mit Glasfaser angeschlossen sein. 90 Prozent der insgesamt rund 1,38 Millionen Haushalte sollen schließlich bis 2030 von Gigabit-Anschlüssen profitieren. Bis 2030 sollen zudem alle rund 140.000 Unternehmensstandorte und Betriebe versorgt sein.

Die Telekom wird bis zu 1,1 Milliarden Euro im Festnetzbereich investieren. Die Region will ihrerseits für den wettbewerblichen Ausbau 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen - unter anderem in Sachleistungen. Das heißt konkret: Die Telekom oder andere Wettbewerber können vorhandene Infrastruktur in den Kommunen ankaufen beziehungsweise mieten. Das können bereits verlegte Glasfaserkabel oder Leerrohre sein. Darüber hinaus könnten in einem wettbewerbsoffenen Verfahren Fördermittel von Land oder Bund zum Einsatz kommen.

"Meilenstein für die weitere Digitalisierung"

Zusätzlich wird die Telekom massiv in die Verbesserung des Mobilfunks investieren. Die LTE-Abdeckung in der Region soll auf 98 Prozent der Bevölkerung gesteigert werden. Dafür will die Telekom neue Mobilfunkstandorte aufbauen. Zudem wird die Region als eine der ersten in Deutschland überhaupt ein 5G-Netz erhalten. Der Kommunikationsstandard der nächsten Generation ermöglicht intelligente Anwendungen in Logistik, Handel und Industrie. 5G ist die Basis für das Internet der Dinge, bei dem Gegenstände - beispielsweise Autos oder Heizungen - mit dem Internet vernetzt sind, über das Internet kommunizieren und so verschiedene Aufgaben für den Besitzer erledigen können.

Bei der Unterzeichnung des "Letter of Intent" erklärte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS), Dr. Walter Rogg: "Die heute unterzeichnete Absichtserklärung ist ein Meilenstein für die weitere Digitalisierung an unserem Hochtechnologiestandort. Damit schaffen wir die strukturellen und technischen Voraussetzungen für die digitalen Anwendungen der Zukunft, für die Wirtschaft wie für die Bürger. Unsere Unternehmen können die notwendigen Transformationsprozesse erfolgreich gestalten. Von allen Wettbewerbern hat die Deutsche Telekom das deutlich beste verbindliche Angebot vorgelegt. Sie kann in hohem Maße auf bereits vorhandene Glasfasernetze zurückgreifen, was den Ausbau beschleunigt und Kosten spart."

Gründung einer Breitbandgesellschaft geplant

Dr. Dirk Wössner, Vorstand Deutsche Telekom und zuständig für das Deutschlandgeschäft, sagte: "Gemeinsam mit den fünf umliegenden Landkreisen bildet Stuttgart eine der wirtschaftlich stärksten und innovativsten Regionen Europas. Ein schnelles Datennetz bietet die infrastrukturelle Basis der Digitalisierung. Um die Region zu einem Leuchtturm zu machen, werden wir uns voll ins Zeug legen und das in uns gesetzte Vertrauen rechtfertigen. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Region." Wössner betonte: "Sobald der Vertrag unterschrieben ist, werden wir loslegen. Wir wollen möglichst schnell möglichst viele Menschen, Schulen und Unternehmen ans Glasfasernetz anschließen. Das Projekt ist langfristig angelegt, aber die Erfolge werden für viele schon kurzfristig spürbar. Dabei zählen wir auf die Unterstützung der 179 Kommunen in der Region, wenn es um die zügige Umsetzung vor Ort geht. Und wir werden unser Glasfasernetz für Dritte zu fairen und marktwirtschaftlichen Konditionen öffnen."

Beabsichtigt ist zudem die Gründung einer Breitbandgesellschaft der Region. Gemeinsam mit den Landkreisen und der Landeshauptstadt Stuttgart wird es ein wesentlicher Projektbestandteil sein, modellhafte Smart-City-Anwendungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.

(Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart)

Montag, 02.07.2018