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31. Hamburger Fischmarkt auf Reisen

Wissenschaftlich gesehen, schwimmen in den sieben Ozeanen der Welt über 20.000 verschiedene Fischarten. Die können natürlich nicht alle mit dem Hamburger Fischmarkt nach Stuttgart kommen. Deswegen haben die Fischexperten aus dem Norden eine Auswahl getroffen und kommen nur mit den leckersten Vertretern auf den Karlsplatz. Und das schon zum 31. Mal in Folge. Von wegen, ein Seemann ist nicht treu. Wenn das nicht der beste Gegenbeweis ist! Vom 12. bis 22. Juli liegt die Fischmarkt-Besatzung dieses Jahr mit ihrer leckeren Ladung dort vor Anker, wie es seit drei Jahrzehnten Tradition ist.
Aal hin, Zander her - Fisch ist nicht gleich Fisch. Vielfalt heißt das Zauberwort. Und so kommen zünftige Fischmarkt-Fans, die sich kräfti­gen Räucherfisch und herzhafte Scholle Finkenwerder Art oder echtes Labskaus nicht entgehen lassen, ebenso auf ihre Kosten wie Anhänger des feinen Krabbenaromas, das sich auch in Fischsalat-Kompositionen wie in edlen Scampi-Spießen wiederfindet. Oder vielleicht doch lieber ein schwungvoller Flossenträger von der Backfischrutsche? Oder Sea­Dog und Fischspieße vom Smutje Patrick Reitz, der zum ersten Mal angeheuert hat? Für alle Geschmäcker ist etwas dabei.

Weil nicht nur das Wetter im hohen Norden die Abwechslung liebt, son­dern auch der Fischmarktbesucher, wird die maritime Speisekarte ergänzt durch Süßes, wie Pankoken, Hamburger Speck oder Franzbrötchen. Besonders großen Spaß macht es, Kulinarisches in Tüten von den Original-Marktschreiern Aale-Dieter, Käse-Tommi oder Bananen­Fred zu ergattern - mit einer ordentlichen Portion Hamburger Schnack obendrauf. Übrigens stammt die Fischmarktbesetzung nicht nur aus Hamburg sondern aus der gesamten Metropolregion. Nordische Vielfalt eben.

Alles andere als eintönig kommt auch das Musikprogramm daher: am Eröffnungstag ebenso wie an den Folgetagen und -abenden. Eine schöne Tradition ist seit dem allerersten Fischmarkt in Stuttgart der Auf­tritt des Chors des Tiefbauamts Stuttgart, der bei der Eröffnung mit an Deck ist. Frischen Wind bringen außerdem die fünf Jungs namens "Albers Ahoi!" von der Waterkant mit. Sie haben ihr Herz an die maritim­melancholischen Melodien von Hans Albers verloren und erobern mit ihrer Musik die Herzen ihres Publikums im Sturm. Zusammen mit Moderator Stefan Wolter und seinem original Hamburger Klönschnack bringen die Jongs echte Waterkant-Atmosphäre in den Süden.

Nicht fehlen darf vom ersten Tag an außerdem die musikalische Windsbraut Uta Carina mit ihren Schlagern und ihrer maritimen Musik - und natürlich Gerhard Lewert, der am Eröffnungstag und an den Tagen danach mit seiner Drehorgel über den Karlsplatz zieht. Die Hamburger Originale "Zitronenjette" und "Hummel" flanieren ebenfalls im Schatten der Kastanienbäume.

Am ersten Fischmarktwochenende spinnt Stefan Wolter dann sein amüsantes Seemannsgarn weiter. Und auch in Sachen Musik ist keines­ wegs Flaute. Am Samstagabend (14. Juli) sind "Lucky 13" ab 17 Uhr mit ihrem Garagen-Sound mit von der Partie. Am Sonntag (15.Juli) sorgen ab 12 Uhr die "Swinging Jazzmen" für den richtigen Seegang. An allen folgenden Fischmarkt Tagen lautet das Kommando auf den Bühnen ebenso "Vielfalt ahoi"! Von Jazz und Soul über Shantys bis hin zum Sixties-Sound ist hier immer wieder etwas anderes geboten.

Natürlich gibt's am ersten Fischmarktwochenende für die kleinen Buttjes, gleichfalls eine schöne Tradition, wieder ein kostenloses Mal- und Bastelprogramm sowie Kinderschminken. Wer mehr über die Hansestadt Hamburg wissen möchte, der kann übrigens direkt am Stand von Hamburg-Tourismus andocken. Dort gibt es jede Menge Infos, maritime Accessoires -und die Möglichkeit, sich mit dem überlebensgroßen Maskottchen fotografieren lassen. Eine schöne Erinnerung an einen Tag am Meer - mitten in der Stuttgarter City.
Donnerstag, 12.07.2018