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E-Mobilität: OB Kuhn fordert von Automobilindustrie schnellere Lösungen

Vor rund 260 Experten aus der Automobilindustrie hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Mittwoch beim 10. E-Motive Expertenforum in Stuttgart dazu aufgerufen, vollelektrische Fahrzeuge von deutschen Herstellern rasch auf die Straße zu bringen. "Städte haben nichts von Ankündigungen, sondern brauchen Produkte, die man im Alltag einsetzen kann", sagte Kuhn. Als ein Beispiel nannte er vollelektrische Linienbusse, die "in einer hügeligen Stadt wie Stuttgart etwas taugen".
E-Mobilität: OB Kuhn fordert von Automobilindustrie schnellere LösungenVergrößernNahm die Automobilhersteller in die Pflicht: Oberbürgermeister Fritz Kuhn beim 10. E-Motive Expertenforum in Stuttgart. Foto: Mario Brunner/E-MotiveNahm die Automobilhersteller in die Pflicht: Oberbürgermeister Fritz Kuhn beim 10. E-Motive Expertenforum in Stuttgart. Foto: Mario Brunner/E-Motive
Kuhn weiter: "Stuttgart ist die Hauptstadt des Automobils, aber auch die Hauptstadt aller Probleme des Automobils." Daher sei es wichtig, Technologien zu entwickeln, um die Probleme - wie die starke Luftverschmutzung - zu lösen. 

Der OB berichtete davon, wie die Landeshauptstadt gegen die Luftschadstoffe kämpft - etwa mit dem Aktionsplan "Nachhaltig mobil in Stuttgart" oder dem Feinstaubalarm. "Auch das Thema Elektromobilität setzen wir in Stuttgart schon jetzt sehr gut um", so Kuhn. Neben den 380 Ladepunkten für E-Autos in der Stadt und den 540 Ladepunkten in der Region führte er unter anderem die Carsharing-Angebote Car to go und Stadtmobil, die elektrischen Stella Roller sowie die Umstellung des städtischen Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge an. Gleichzeitig sei es erforderlich, die Infrastruktur für E-Mobilität weiter auszubauen. "Ohne Unterstützung bei den Ladestationen kommen wir nicht aus", mahnte der OB. Gerade Unternehmen seien hier gefragt, weitere Ladepunkte - auch für ihre Mitarbeiter - anzubieten.

"Die Nutzung des Autos wird sich verändern", sagte der OB. Er sieht einen Wandel im Mobilitätsverhalten. Dies zeige sich beispielsweise an der wachsenden Beliebtheit der Elektrofahrzeuge. Kuhn: "Die Bürger in Stuttgart sind scharf auf E-Mobilität, und deren Schnelligkeit und Spritzigkeit." Deshalb lautete sein Rat an die Industrie, diese Ungeduld - die auch die Städte selbst hätten - bald zu bedienen. "Ich kann der Automobilwirtschaft nur raten, schnell aufzubrechen. Davon hängt nicht nur die wirtschaftliche Zukunft der Region ab, sondern auch die Ökologie und der Klimaschutz", so Kuhn abschließend.
Mittwoch, 12.09.2018