Aktuelles
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Zeitreisen im Stadtarchiv

Das Stadtarchiv bietet auch im vierten Quartal eine Reihe von Veranstaltungen zu historischen Themen an. Der Eintritt ist frei. Start ist am Mittwoch, 24. Oktober, mit einem Vortrag über die Dornhalde als Hinrichtungsstätte.
Demonstration im November 1918 vor dem RathausVergrößernDemonstration im November 1918 vor dem Rathaus. Foto: Stadtarchiv StuttgartDemonstration im November 1918 vor dem Rathaus. Foto: Stadtarchiv Stuttgart
Die Dornhalde als ­Hinrichtungsstätte

Über dieses Thema sprechen am Mittwoch, 24. Oktober, um 19 Uhr Sabrina Müller, Histo­rikerin und Ausstellungsmacherin am Haus der Geschichte Baden-Württemberg, und Lars Skowronski, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte "Roter Ochse" in Halle an der Saale. An die Vorträge schließt sich eine Gesprächsrunde an.

Filmpremiere Heimatbilder
Das Haus des Dokumentarfilms zeigt am Donnerstag, 25. Oktober, um 19 Uhr erstmals den neuen Film "Heimatbilder.Stuttgart". Die Filmautorin Anita Bindner konnte für diese dreiviertelstündige Zeitreise durch das 20. Jahrhundert ­erstmals Filmchroniken aus den Beständen des Stadtarchivs auswerten. Die DVD ist am Premierenabend, danach im Buchhandel und unter www.filmreise.info erhältlich. Um Anmeldung ­unter stadtarchiv@stuttgart.de wird gebeten.

KZ-Überlebende als Displaced Persons
Volker Mall hält am Montag, 5. November, um 17.30 Uhr im Bischof-Moser-Haus, Wagnerstraße 45 (Bohnenviertel), einen Vortrag zum Thema "Über­lebende des KZ-Außen­lagers Hailfingen/Tailfingen als Displaced Persons in Stuttgart". Mall ist einer der Initiatoren der KZ-Gedenkstätte.

Wie funktioniert Familienforschung?
Alexander Morlock erklärt in einem vhs-Kurs am Dienstag, 6. November, von 16.15 bis 18.30 Uhr wie "Familienforschung im Stadtarchiv" funktioniert und wo die dafür nötigen Unterlagen zu finden sind. Anmeldung bei der vhs.

Wie aus Nachbarn Juden wurden

"Wie aus Nachbarn Juden wurden - 9. November 2018, der 80. Jahrestag der Reichspogromnacht" lautet das Thema am Mittwoch, 7. November, um 19 Uhr. Der Historiker und Journalist Sven Felix Kellerhoff  stellt zunächst sein neues Buch "Ein ganz normales Pogrom. November 1938 in einem deutschen Dorf" (dem rheinhessischen Weinort Guntersblum) vor. Im Anschluss unterhält sich Professor Roland Müller, Leiter des Stadtarchivs, mit dem Redakteur der "Welt" über die Ereignisse vor 80 Jahren.

Führung zum Zeichen der Erinnerung
Am Vortag der "Reichskristallnacht" vor 80 Jahren bietet der Leiter des Stadtarchivs, Professor Roland Müller, am Donnerstag, 8. November, von 16 bis etwa 17.30 Uhr eine Führung vom Killesberg (Treffpunkt beim oberen Eingang) zum "Zeichen der Erinnerung". Sie folgt dem Weg der Deportierten über den Eckartshaldenweg, vorbei an St. Georg und Martinskirche zum Inneren Nordbahnhof. In Kooperation mit Zeichen der Erinnerung e.V., Evangelischer Nordgemeinde und Israelitischer Religions­gemeinschaft Württemberg (IRGW). Bitte anmelden bei ­andreas.keller@zeichen-der-erinnerung.org.

Entwicklung der Menschenrechte
Über "Die Ambivalenz des Guten. Menschenrechte in der internationalen Politik des 20. Jahrhunderts" spricht Jan Eckel, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen, am Dienstag, 20. November, um 19 Uhr. Der Vortrag wird im Rahmen der Stuttgarter Aktion "Vielfalt: 0711 für Menschenrechte" ­veranstaltet.

Izbica im System des Holocaust
"Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust. Die Deportationen in den Distrikt Lublin im Frühsommer 1942" ist das Thema am Donnerstag, 22. November, um 19 Uhr. Der Referent Steffen Hänschen arbeitet als Dozent für Deutsch als Fremdsprache und Übersetzer. Seit vielen Jahren begleitet er Bildungsreisen an die Tatorte des Holocaust in der Region Lublin, der Ukraine und dem Baltikum. Im Februar erschien seine Monographie "Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust" im ­Metropol Verlag.

Revolution 1918 in Stuttgart
Der 13. Tag der Stadtgeschichte beschäftigt sich am Samstag, 24. November, von 13.30 bis 17.30 Uhr im Stadtpalais mit "Episoden aus der Novemberrevolution 1918 in und um Stuttgart". In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Stadtgeschichte Stuttgart.

Die Geschichte der Dornhalde
Die Ausstellung "Die Geschichte der Dornhalde. Vom Schießplatz zum Friedhof" ist noch bis zum 30. November im Stadtarchiv zu sehen.

Wann und wo

Das Stadtarchiv im Bad Cannstatter Bellingweg 21 ist montags von 9 bis 13 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags 9 bis 16 Uhr, mittwochs 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Zu seinen regelmäßigen Rundgängen durchs Haus lädt das Stadtarchiv jeden ersten Mittwoch im Monat um 17.30 Uhr in den Bellingweg 21 ein.

Erreichbar ist das Stadt­archiv mit der Buslinie 56 vom Wilhelmsplatz oder Bahnhof Bad Cannstatt bis zur Haltestelle Veielbrunnenweg, von dort geht man noch etwa sieben Minuten durch die Reichenbachstraße bis zum Bellingweg 21.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon 216-91512, poststelle.stadtarchiv@stuttgart.de und im Internet auf stuttgart.de/stadtarchiv.

Stadtarchiv ­Stuttgart

Das Stadtarchiv ist das ­Gedächtnis der städtischen ­Gesellschaft und gleichzeitig das Kompetenzzentrum für Stadtgeschichte. Es bewahrt und ­sichert die Unterlagen der Verwaltung und stellt sie - entsprechend den gesetzlichen Vorgaben - den Bürgerinnen und Bürgern zur In­formation und Forschung zu Verfügung.

Außerdem ­verwahrt es nichtamtliches Schrift- und Sammlungsgut von bleibendem Wert für die Geschichte der Stadt, unter anderem private Nachlässe, Plakate und Fotos.

Darüber hinaus trägt das Stadtarchiv als wissenschaftliche Einrichtung mit eigener Forschung sowie durch Tagungen, Vorträge, Ausstellungen, Publikationen und andere ­Aktivitäten zur Vermittlung der Stuttgarter Stadtgeschichte bei.

Donnerstag, 18.10.2018