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Hilfe für Obdachlose in der kalten Zeit

Für wohnungslose Menschen sind die aktuell niedrigen Temperaturen besonders schwer zu ertragen. In Stuttgart können sie Übernachtungsquartiere aufsuchen. Zudem ist in Nächten, in denen mit Minusgraden gerechnet wird, der Kältebus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterwegs.
Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha appellierte angesichts der aktuellen Kältewelle an alle Bürgerinnen und Bürger, bei obdachlosen Menschen in Not nicht wegzuschauen. "In Baden-Württemberg muss niemand auf der Straße übernachten, es gibt Hilfe", sagte er. Schon ein Anruf beim Ordnungsamt oder dem örtlichen Polizeirevier genüge, um Hilfe zu leisten.

KältebusVergrößernMit dem vollgepackten Kältebus fahren Helfer des DRK in Nächten mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu öffentlichen Plätzen, an denen sich oft Wohnungslose aufhalten. Foto: Max KovalenkoMit dem vollgepackten Kältebus fahren Helfer des DRK in Nächten mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu öffentlichen Plätzen, an denen sich oft Wohnungslose aufhalten. Foto: Max Kovalenko
Zwei Noteinrichtungen in Stuttgart

In Stuttgart sind im Winterhalbjahr zwei Noteinrichtungen geöffnet. Die Zentrale Winternotübernachtung in der Hauptstätter Straße 150 mit maximal 59 Plätzen und das Gebäude Villastraße 3 im Stadtbezirk Ost mit 44 Plätzen. Beide Einrichtungen betreibt die Evangelische Gesellschaft in Kooperation mit dem Caritasverband. Für den Fall, dass beide Häuser für die Bedürftigen nicht ausreichen, wird ein drittes Objekt geöffnet. Dessen Adresse wird dann kurzfristig bekanntgegeben.

In Nächten, in denen mit Minusgraden gerechnet wird, ist zudem der Kältebus unterwegs, ein Projekt der Stadt Stuttgart und des DRK-Kreisverbands. Der Bus fährt von 22 bis 2 Uhr von Vaihingen über Mitte bis nach Bad Cannstatt und Hedelfingen 13 Stationen im ganzen Stadtgebiet an. Die Route ändert sich täglich - je nach Meldungen von Sozialamt, Streetworkern oder Anrufen über die Kältebus-Hotline. Die Helfer des DRK geben heißen Tee und bei Bedarf Schlafsäcke, Decken, Rettungsdecken, Kleidung sowie "Snacks" aus. Sie weisen unter anderem auch auf die Hilfeangebote der Stuttgarter Wohnungsnotfallhilfe hin und bringen Bedürftige in die Notunterkünfte. Wenn hilflose Personen angetroffen werden, bei denen eine akute Selbstgefährdung vorliegt und die kein Hilfeangebot annehmen wollen, werden der Rettungsdienst und die Polizei verständigt.

Hilfe verständigen

Die Sozialverwaltung bittet auch die Stuttgarter Bürger um Mithilfe: Wenn ein wohnungsloser, augenscheinlich hilfloser Mensch angetroffen wird, sollte sofort der Notruf 112 verständigt werden. Der Kältebus ist unter Telefon 219-54776 erreichbar.     

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.stuttgart.de/hilfen-fuer-wohnungslose.


Donnerstag, 31.01.2019